In Berlin-Halensee wurde ein Weihnachtsfest zur Tragödie. Am Heiligabend brach in einem Wohnhaus ein Feuer aus, bei dem eine Person schwere Verletzungen erlitt. Die Feuerwehr rückte gegen 20 Uhr mit einem Großaufgebot in die Westfälische Straße aus, wo Flammen aus einer Wohnung im ersten Obergeschoss schlugen.
Anwohner berichten von dichtem Rauch, der über den Stadtteil zog. «Erst dachten wir an ein Feuerwerk, bis wir die Sirenen hörten», erzählt mir eine Nachbarin, die das Geschehen vom Balkon aus beobachtete. Die Einsatzkräfte brachten die verletzte Person umgehend ins Krankenhaus. Nach meinen Informationen schwebt das Opfer nicht in Lebensgefahr, muss aber intensivmedizinisch behandelt werden.
Die Berliner Feuerwehr war mit 16 Fahrzeugen und 44 Einsatzkräften vor Ort – eine Stärke, die die Ernsthaftigkeit der Lage verdeutlicht. Polizeisprecher Martin Schäfer bestätigte: «Die Brandursache ist noch unklar, aber wir ermitteln in alle Richtungen.» Technisches Versagen, etwa durch defekte Weihnachtsbeleuchtung, kann ebenso wenig ausgeschlossen werden wie menschliches Fehlverhalten.
Nach gut einer Stunde hatten die Feuerwehrleute den Brand unter Kontrolle. Die betroffene Wohnung ist unbewohnbar, weitere Schäden am Gebäude hielten sich glücklicherweise in Grenzen. In Hamburg habe ich ähnliche Weihnachtseinsätze erlebt – sie gehören zu den emotionalsten Momenten im Reporteralltag.
Die Solidarität unter den Nachbarn war beeindruckend. Spontan boten mehrere Familien aus dem Haus Übernachtungsmöglichkeiten an. Während draußen die Löscharbeiten liefen, teilten Menschen im Nachbarhaus ihre Weihnachtsessen mit Betroffenen. Eine Erinnerung daran, dass gerade in Krisenzeiten Gemeinschaft ihre wahre Stärke zeigt.