Gestern war ein ganz normaler Dienstag in Leveringhausen. Die Sonne schien, der Leveringhauser Weg war wie immer eine Verbindung für die Anwohner. Doch zwischen halb eins und halb sechs hatte die Polizei ihre Laserpistolen im Anschlag. Was sie feststellte, ist kein Einzelfall, aber immer wieder erschreckend: Von 525 erfassten Fahrzeugen waren 111 zu schnell. Das sind mehr als jedes fünfte Auto.
Ein Fahrer aus Dortmund schaffte es sogar, die erlaubten 30 km/h außerorts fast zu verdoppeln. Mit 58 km/h raste er durch den Ort. „Solche Geschwindigkeitsüberschreitungen sind kein Kavaliersdelikt“, sagt mir ein Polizeisprecher aus Erfahrung. „Hier wohnen Menschen, Kinder spielen vielleicht in der Nähe. Jeder km/h zu viel erhöht das Risiko eines Unfalls mit schweren Folgen dramatisch.“ Die 18 angezeigten Ordnungswidrigkeiten zeigen, dass es nicht nur um kleine Fehler geht.
Ich erinnere mich an ähnliche Kontrollen in Wohngebieten in Baden-Württemberg. Die Reaktionen sind oft die gleichen:
- „Ich kenne die Strecke“
- „Ich war doch nur ein bisschen schneller“
- „Das passiert nur selten“
- „Ich habe die Kontrolle nicht bemerkt“
- „Ich bin geübt im Fahren“
- „Die anderen fahren doch auch schneller“
Aber genau dieses „bisschen“ macht den Unterschied. In einer 30-Zone entscheidet diese geringere Geschwindigkeit darüber, ob man vor einem spielenden Kind noch anhalten kann oder nicht. Die Statistik von Leveringhausen ist ein stummer, aber deutlicher Appell an uns alle.
Was kommt als nächstes? Die Kontrollen werden sicher weitergehen, denn die Zahlen rechtfertigen sie. Letztlich geht es aber nicht um Strafzettel, sondern um Einsicht.
| Fahrzeuganzahl | Überschreitungen | Prozentsatz |
|---|---|---|
| 525 | 111 | 21% |
Jeder von uns hinter dem Steuer trägt Verantwortung für die Sicherheit aller, die in diesen Straßen leben und unterwegs sind. Vielleicht sollten wir uns das nächste Mal, wenn wir das Gaspedal drücken, eine simple Frage stellen: Ist diese eine Minute, die ich vielleicht „heraushole“, das potenzielle Risiko wert? Leveringhausen gibt eine klare Antwort.