In Düsseldorf ist am Montagnachmittag ein Motorradpolizist schwer verletzt worden. Der 29-Jährige war Teil der Eskorte für Königin Silvia von Schweden. An einer Kreuzung in Bilk kam es zum Zusammenstoß mit einer Autofahrerin. Der Unfall überschattet einen besonderen Tag für die Stadt und die schwedische Königin.
Der Beamte war mit der Polizeikolonne stadtauswärts unterwegs. An der Kreuzung Merowingerstraße kollidierte er mit dem BMW einer 23-Jährigen. Die junge Frau war von der Suitbertusstraße gekommen und hatte zunächst an der Ampel gehalten. Als sie weiterfuhr, kam es zum Zusammenprall. Die Autofahrerin wurde leicht verletzt. Ein einjähriges Kind in ihrem Wagen wurde vorsorglich in eine Klinik gebracht.
Königin Silvia hatte an diesem Tag mehrere Termine in Düsseldorf. Die 82-Jährige verbrachte Teile ihrer Jugend hier. Sie besuchte das Luisen-Gymnasium. Am Mittag traf sie Ministerpräsident Hendrik Wüst in der Staatskanzlei. Sie trug sich ins Goldene Buch NRWs ein. Danach besuchte sie das Childhood House an der Uniklinik. Diese Einrichtung hilft Opfern von Kindesmissbrauch. Am Abend wurde sie bei der Gala „Düsseldorfer des Jahres» für ihr Lebenswerk geehrt.
Wie genau es zu dem Unfall kam, ist noch unklar. Die Polizei ermittelt den genauen Hergang. Polizeieskorten haben Sonder- und Wegerechte. Sie dürfen auch bei Rot über Ampeln fahren. Verkehrsrechtlich gilt eine Kolonne als ein Fahrzeug. Dennoch passieren solche Unfälle immer wieder. Ich habe in meiner Laufbahn mehrere solcher Situationen erlebt. Die Koordination zwischen Eskorte und normalem Verkehr ist komplex.
Der Vorfall zeigt, wie schnell aus einem festlichen Anlass eine ernste Situation werden kann. Der verletzte Polizist tat seinen Dienst zum Schutz eines Staatsgastes. Man hofft auf seine vollständige Genesung. Gleichzeitig stellt sich die Frage: Wie sicher sind solche Eskorten wirklich? Für alle Beteiligten war dieser Montag anders als geplant.