In Hamburg hat die Polizei einen 17-Jährigen festgenommen. Der Vorwurf: mehrfache Überfälle und das Zeigen des Hitlergrußes. Die Razzia fand bereits am frühen Morgen statt. Laut Polizeibericht soll der Jugendliche zusammen mit Komplizen einen 19-Jährigen mehrmals attackiert haben.
Die Ermittler sprechen von einer Serie gezielter Angriffe. Der junge Mann trug dabei Springerstiefel, die oft mit rechtsextremen Szenen in Verbindung gebracht werden. An einem U-Bahnhof im Stadtgebiet soll er zudem den Hitlergruß gezeigt haben – eine Straftat nach dem Strafgesetzbuch.
Ich habe in meinen Jahren als Reporterin viele Fälle gesehen. Doch dass so junge Menschen bereits derart radikalisiert sind, erschreckt mich immer wieder. Die Hamburger Polizei nahm den Verdächtigen in seiner Wohnung fest. Mehrere Beamte durchsuchten die Räume nach Beweismitteln.
„Wir gehen konsequent gegen jede Form von Extremismus vor», erklärte ein Polizeisprecher gegenüber lokalen Medien. Das Opfer, der 19-Jährige, erlitt bei den Angriffen leichte Verletzungen. Er hat inzwischen Anzeige erstattet. Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob Haftbefehl beantragt wird.
Mehr Informationen zur Arbeit gegen Extremismus bietet das Bundesamt für Verfassungsschutz auf seiner Webseite.
Solche Vorfälle zeigen: Rechtsextremismus ist kein Problem von gestern. Er betrifft auch junge Menschen heute. Hamburg gilt als weltoffene Stadt. Doch auch hier gibt es Ecken, in denen Hass wächst. Die Frage bleibt: Wie können wir verhindern, dass Jugendliche in solche Kreise abrutschen?