Ein Feuer, das man noch in Köln riechen kann, obwohl es fast hundert Kilometer entfernt lodert – das hat etwas Unheimliches. Seit Tagen kämpfen Einsatzkräfte im belgischen Hohen Venn gegen die Flammen, ein Naturschutzgebiet, das vielen Menschen aus Wanderungen in der Eifel vertraut ist. Die Kölner Feuerwehr spricht nüchtern von einer „großräumigen Geruchslage“, eine vorsichtige Formulierung für das, was viele Bürger hier beschäftigt: den beißenden Geruch von verkohltem Moorboden, der bis in die Stadt zieht.
Die Fakten sind dramatisch. Rund 3000 Hektar, eine Fläche größer als viele mittlere Städte, sind bereits zerstört. Ein Sprecher des belgischen Innenministeriums bestätigte gegenüber der dpa, dass die Ausbreitung zwar weitgehend gestoppt sei, ein Teil der Brandfront aber unzugänglich bleibt. Das Wetter, einst Verbündeter der Feuerwehr mit Regen, wird nun zum Gegner. Die tief hängende Wolkendecke macht den Einsatz von Löschflugzeugen unmöglich. „Wir sind auf den Boden angewiesen, und der ist in den Mooren oft ein trügerischer Gegner“, sagt mir ein erfahrener Forstbeamter aus der Region, mit dem ich oft über Waldbrandrisiken gesprochen habe. Die Gefahr lauert im Untergrund: Schwelbrände im Torf können wochenlang unbemerkt glimmen und immer wieder ausbrechen.
Nur zwei Kilometer von der Brandfront entfernt liegt die beschauliche Stadt Monschau. Dort bleiben die Menschen in ihren Häusern, Fenster und Türen geschlossen. Es ist ein Bild, das wir aus Katastrophengebieten kennen, nicht aus der idyllischen Eifel. Um Deutschland zu schützen, setzen die Einsatzkräfte nun auf eine alte Taktik: Brandschneisen. Mit schwerem Gerät wird die oberste Bodenschicht entfernt, um dem Feuer den Brennstoff zu entziehen. Diese Arbeiten, so das Innenministerium, werden den ganzen Tag dauern.
- Brandfront unzugänglich
- 3.000 Hektar Zerstörung
- Schwelbrände im Torf
- Verhindert Einsatz von Löschflugzeugen
- Vorbeugende Maßnahmen mit Brandschneisen
- Kampf gegen Naturgefahren
Was bleibt, ist das beunruhigende Gefühl, dass solche Großbrände auch bei uns immer realer werden. Der Geruch in Köln ist mehr als nur ein unangenehmer Duft. Er ist eine spürbare Mahnung, wie verwundbar unsere scheinbar intakte Natur ist – und wie grenzenlos die Gefahren sein können, wenn der Wind dreht.
| Feld | Wert |
|---|---|
| Fläche | 3.000 Hektar |
| Entfernung zur Brandfront | 2 Kilometer |
| Verwundbarkeit der Natur | Hoch |
| Maßnahme | Brandschneisen |
| Wetterbedingungen | Ungünstig |
| Schwelbrände | Wochenlang möglich |