Aus meiner Reportertasche quillt es oft: Mikrofone, Kabel, Notizblock. Aber was wirklich zählt, ist die Begegnung. Deshalb finde ich die Idee des NDR Pop-up-Studios in Langenhorn so gut. Vom 27. August bis zum 12. September stellt der Sender sein gläsernes Studio direkt am U-Bahnhof Langenhorn Markt auf – mitten ins Leben der Stadt. Hier kann man nicht nur Sendungen live erleben, sondern auch einfach mal fragen: Wie funktioniert das eigentlich, unser öffentlich-rechtlicher Rundfunk?
Direktorin Sofie Donges bringt es auf den Punkt: „Wir möchten vor Ort ins Gespräch kommen und zeigen, wie guter Journalismus entsteht.“ Das ist mehr als eine Floskel. In Zeiten, in denen „Lügenpresse“-Rufe manche Debatten vergiften, ist Transparenz das beste Gegenmittel. Man kann den Teams von „Guten Morgen Hamburg“ oder dem „Hamburg Journal“ über die Schulter schauen, mit den Moderatorinnen von NDR 90,3 klönen oder die True-Crime-Podcaster Ralf Martin Meyer und Marek Erhardt live erleben. So wird aus einem abstrakten „Sender“ plötzlich ein Raum voller Menschen, die ihren Job machen – mit allen Fragen und Leidenschaften, die dazugehören.
Besonders freut mich das Programm für Familien. Wenn Ernie und Bert aus der Sesamstraße vorbeikommen oder Kinder mit einem Philharmoniker Posaune spielen dürfen, dann ist das mehr als Unterhaltung. Es ist gelebte Medienbildung von klein auf. Und für die Älteren gibt es einen wichtigen Workshop: „Echt oder Fake? Sicher im Netz“. Gerade in der heutigen Flut an Informationen ist das eine überlebenswichtige Kompetenz.
- Live-Shows des NDR
- Gespräche mit Journalisten
- Workshops für Kinder und Erwachsene
- Medienbildung für alle Altersgruppen
- Transparenz im Rundfunk
- Einblicke in die Sendungsmacher
| Datum | Event | Beschreibung |
|---|---|---|
| 27. August | Eröffnung | Beginn des Pop-up-Studios am U-Bahnhof Langenhorn Markt |
| 28. August | Live-Sendung | „Guten Morgen Hamburg“ |
| 5. September | Workshop | „Echt oder Fake? Sicher im Netz“ |
| 10. September | Kinderprogramm | Ernie und Bert aus der Sesamstraße |
| 12. September | Abschlussveranstaltung | Diskussionsrunde mit Journalisten |
Ein Sender, der zu den Menschen kommt – das erinnert mich an meine Anfänge in Baden-Württemberg, wo ich auf Wochenmärkten über Lokalpolitik berichtet habe. Da spürt man am direktesten, was die Bürgerinnen und Bürger wirklich umtreibt. Dieses Pop-up-Studio in Langenhorn ist genau so ein Ort. Ein Ort zum Zuhören, Mitmachen und Diskutieren. Vielleicht trifft man sich ja dort. Ich schaue auf jeden Fall vorbei.