Man muss sich das einmal vorstellen: Einem ganz normalen Freitagvormittag in Köln-Holweide, die Sonne scheint vielleicht noch, und plötzlich dringen fremde Männer bei einer 88-Jährigen ein. Gegen 10.45 Uhr an der Dabringhauser Straße. Die Seniorin hatte ihr Fenster offenstehen, so die Polizei – eine kleine Unachtsamkeit, die in diesen Zeiten fatale Folgen haben kann. Ihre Hilferufe waren es, die einen 41-jährigen Nachbar auf den Plan riefen. Er ist es, der heute als Zeuge dasteht und vermutlich Schlimmeres verhinderte. Als er klingelte, ergriffen die beiden Täter die Flucht.
Noch immer sind die Räuber auf der Flucht. Die Beschreibungen sind vage: zwei Männer zwischen 20 und 45 Jahren, etwa 1,75 Meter groß, dunkel gekleidet. Einer von ihnen trug eine Bauchtasche quer über der Brust. Sie flohen in Richtung Idelsfelder Straße, mitten am helllichten Tag. Es ist dieser beunruhigende Gedanke, der bleibt: Solche Taten passieren nicht irgendwo, sie passen nicht in unser Bild von einem Vormittag im Stadtteil. Sie hinterlassen ein Gefühl der Verletzlichkeit, gerade für diejenigen, die allein leben.
Die Kölner Kriminalpolizei vom Kommissariat 14 sucht nun intensiv nach Hinweisen. Wer hat etwas gehört? Wer hat die Männer fliehen sehen? Jede noch so kleine Beobachtung könnte wichtig sein. Die Ermittler sind unter 0221 229-0 oder per E-Mail zu erreichen.
Was mich an solchen Fällen immer wieder nachdenken lässt, ist das Zusammenspiel von Zufall und Wachsamkeit. Der Nachbar hörte hin und handelte. Das ist nicht selbstverständlich. In einer Welt, die oft hektisch und abgeschottet scheint, kann genau das den Unterschied machen. Es ist eine traurige Pflicht, über solche Vorfälle zu berichten, aber auch eine notwendige: Sie erinnert uns daran, dass Sicherheit immer auch eine Gemeinschaftsaufgabe ist.
- Wie gehen wir in unseren Nachbarschaften miteinander um?
- Schauen wir noch hin?
- Haben wir Vertrauen in unsere Nachbarn?
- Hören wir auf die Geräusche um uns herum?
- Welche Maßnahmen können wir ergreifen?
- Was können wir tun, um unser Umfeld sicherer zu machen?
Die Antwort darauf kann für eine 88-Jährige in Holweide entscheidend sein.
| Alter | Geschlecht | Haarfarbe | Größe | Bekleidung |
|---|---|---|---|---|
| 20-45 | Männlich | Dunkel | 1,75m | Dunkel gekleidet, Bauchtasche |