Der Wind peitscht heute über die Nordsee. Tief «Manja» bewegt sich direkt auf unsere Küste zu. Laut Deutschem Wetterdienst drohen am Sonntag orkanartige Böen um 110 km/h. Das ist kein gewöhnlicher Herbststurm, das ist eine ernste Unwetterlage. Für Hamburg sagt der Sturmflutwarndienst eine starke auflandige Windrichtung voraus. Das könnte bedeuten, dass das Wasser am Sonntagmorgen den Fischmarkt überspült. Eine ganz konkrete Gefahr mitten in der Stadt.
Die ersten Konsequenzen sind bereits sichtbar. Reedereien stellen den Betrieb ein. Die «Mein Schiff Relax» ist vorsorglich früher in den Hafen zurückgekehrt. Entscheidender ist der Fährverkehr zu den Inseln. «Sogar die komplette Einstellung der Fahrten ist möglich», warnt die Gemeinde Langeoog. Die Katamaran-Verbindung nach Helgoland fällt aus. Das trifft Reisende mitten in den Herbstferien. Ich erlebe oft, wie schnell ein scheinbar weit entferntes Tief vor Schottland unser Leben hier an der Küste durcheinanderwirbeln kann. Die Nordsee zeigt dann, wer das Sagen hat.
Zum Glück deutet sich für Montag eine Entspannung an. Bis dahin heißt es: Vorsicht. Halten Sie Abstand von Uferpromenaden und Deichen. Sichern Sie Gegenstände auf Balkonen und Grundstücken. Informieren Sie sich vor einer geplanten Überfahrt direkt bei der Reederei. Das Wochenende gehört leider drinnen. Ein Spaziergang an der Elbe ist jetzt keine gute Idee. Die Kraft des Windes ist nicht zu unterschätzen. Sie erinnert uns daran, wie verwundbar wir trotz aller Technik gegenüber den Naturgewalten bleiben. Bleiben Sie sicher.
- Orkanartige Böen drohen am Sonntag
- Stark auflandige Windrichtung in Hamburg
- Wasser könnte Fischmarkt überspülen
- Reedereien stellen den Betrieb ein
- Fährverkehr zu Inseln könnte komplett ausfallen
- Vorsichtsmaßnahmen für die Bevölkerung
| Tag | Wetterlage | Windspeed (km/h) |
|---|---|---|
| Sonntag | Orkanartige Böen | 110 |
| Montag | Entspannung | N/A |