Über 2.000 Menschen sind am Samstag durch Stuttgart gezogen. Sie forderten Freiheit für die Ulm5. Die Ulm5 sind fünf Berliner Aktivistinnen und Aktivisten. Sie sitzen seit über einem Jahr in Haft. Der Prozess läuft in Stuttgart-Stammheim. Er betrifft einen mutmaßlichen Einbruch beim Rüstungskonzern Elbit Systems im September 2025. Viele Teilnehmende protestierten auch gegen den Krieg in Gaza.
Wie Perspektive Online berichtet, begann die Kundgebung am Schlossplatz. Die Polizei stoppte den Zug mehrfach. Sie kesselte ihn zeitweise ein. Zudem setzte die Polizei Pfefferspray ein. Eine Demonstrantin aus Lübeck rief: „Wir stehen als Bewegung zusammen.“ Sie sprach von strenger Einzelhaft. Sie nannte UN-Regeln gegen Folter. Mehr dazu beim UN-Menschenrechtsbüro.
Ich habe solche Verfahren von Hamburg bis Baden-Württemberg begleitet. Wenn Angeklagte lange in Einzelhaft sitzen, wirkt ein Prozess schnell kalt. Der Protest stellte eine klare Frage. Wer schützt Grundrechte? Was darf harte Kritik kosten?
| Forderungen der Demonstranten |
|---|
| Freiheit für die Ulm5 |
| Stop der Polizeiübergriffe |
| Bedarf an politischer Transparenz |
| Protektion der Grundrechte |
| Unterstützung für Gaza |
| Keine Einzelhaft ohne Grund |
Am Ende sprach Hebh Jamal über Gaza. Die Demonstration endete am Rotebühlplatz. Stuttgart bleibt ein Schauplatz. Vielleicht geht es um mehr als fünf Angeklagte. Hier zeigen sich die Grenzen politischer Kritik.