In Stuttgart ist gerade mehr als zwei Millionen Euro in einem Saal zusammengekommen, aber nicht für eine Wohltätigkeitsgala. Das Geld stammt aus der Garage von Verurteilten. Bei einer spektakulären Justizversteigerung im Mercedes-Benz Museum wurden Luxusautos aus beschlagnahmten Beständen versteigert, mit einem Gesamterlös von 2,1 Millionen Euro.
Ein blutroter Lamborghini Aventador mit nur 98 Kilometern auf dem Tacho war das Toplos. Er ging für 710.000 Euro an den Meistbietenden. Ein grüner Lamborghini Urus folgte für 290.000 Euro. Diese Fahrzeuge stammen aus Ermittlungsverfahren wegen Geldwäsche und Drogenhandels. „Der Arm des Rechtsstaats reicht bis in die Garage der Täter“, sagte Obergerichtsvollzieher Alexander Doster zu Beginn. Sein Team hatte die Auktion organisiert, und die Resonanz übertraf alle Erwartungen.
Spannend wurde es auch bei den vermeintlichen Schnäppchen. Ein Audi A4 von 2012 mit fast 240.000 Kilometern startete bei 1.500 Euro. Das Finalgebot lag bei 9.000. Ein VW Polo kletterte von 2.000 auf 19.000 Euro. Das zeigt: Der Reiz eines vermeintlichen Deals und der besondere Hintergrund trieben die Preise teils in ungeahnte Höhen. Die Bieter lieferten sich im Saal und online hitzige Gefechte.
Insgesamt 22 Objekte wurden versteigert. Der gesamte Erlös fließt nun in die Staatskasse oder kommt Geschädigten der Straftaten zugute. Doster zeigte sich mehr als zufrieden. Das Ziel von zwei Millionen Euro wurde deutlich übertroffen.
- Die Versteigerung fand im Mercedes-Benz Museum statt.
- Luxusautos aus beschlagnahmten Beständen wurden versteigert.
- Der Erlös betrug 2,1 Millionen Euro.
- Der Lamborghini Aventador war das Toplos.
- 22 Objekte wurden versteigert.
- Der gesamte Erlös geht an die Staatskasse oder an Geschädigte.
| Fahrzeug | Preis (Euro) | Kilometer |
|---|---|---|
| Lamborghini Aventador | 710.000 | 98 |
| Lamborghini Urus | 290.000 | – |
| Audi A4 (2012) | 9.000 | 240.000 |
| VW Polo | 19.000 | – |
Solche Auktionen sind mehr als eine spektakuläre Geldbeschaffung. Sie machen etwas sehr Konkretes sichtbar: dass illegal erworbener Luxus nicht einfach behalten werden kann. Das letzte Gebot setzt hier einen finanziellen und einen symbolischen Schlusspunkt.