Abstieg. Das ist ein Wort, das bei Fortuna Düsseldorf immer noch wehtut. Nach dem schmerzhaften Fall in die 3. Liga im Sommer steht der Verein nun vor einer Zäsur, der größten seit siebzehn Jahren. Und am Freitag, dem 15. November, geht es um die Weichenstellung für genau diese neue Zukunft.
In der Düsseldorfer MERKUR Spiel-Arena kommen die Mitglieder zusammen. Das ist keine Routineversammlung. Es geht um die Richtung, in die der Traditionsklub nach dem Schock steuern soll. Wie wird man mit der neuen sportlichen Realität umgehen? Welche Investitionen sind nötig, um den angestrebten sofortigen Wiederaufstieg zu schaffen? Und vor allem: Wer soll das alles führen?
Die Personalfrage wird im Mittelpunkt stehen. Der Vorstand um Alexander Jobst muss den Mitgliedern Rede und Antwort stehen. Die Stimmung in der Fankurve ist seit dem Abstieg angespannt, das Vertrauen angekratzt. Viele fragen sich, ob der eingeschlagene Weg der richtige ist. Aus meiner langjährigen Berichterstattung weiß ich: Gerade in solchen Krisenzeiten ist eine offene, klare Kommunikation mit der Basis überlebenswichtig. Sonst wächst die Frustration schnell.
Ein zentraler Punkt wird sicherlich der sportliche Weg sein. Der Kader wurde für die 2. Liga zusammengestellt, nicht für die Dritte. Jetzt muss man schauen, welche Spieler bleiben, wer vielleicht geht und welche Verstärkungen das Team für den harten Kampf um den Aufstieg braucht. Das ist eine komplexe finanzielle und sportliche Rechenaufgabe. „Wir haben eine Verantwortung gegenüber unseren Fans und dieser Stadt“, sagte ein Vereinsvertreter dieser Tage zu mir. „Jede Entscheidung muss jetzt darauf ausgerichtet sein, dass Fortuna schnellstmöglich wieder da steht, wo es hingehört.“
Die Mitgliederversammlung ist mehr als ein formeller Termin. Sie ist ein Stimmungsbarometer. Zeigen die Fans Geduld? Glauben sie an den Neuanfang? Oder entlädt sich die Enttäuschung? In Baden-Württemberg habe ich oft gesehen, wie solche Versammlungen nach einem Abstieg verlaufen. Sie können versöhnlich enden oder erstaunlich konfrontativ. Bei Fortuna wird viel davon abhängen, wie überzeugend die Verantwortlichen ihren Plan für die kommenden Monate darlegen können.
Der 15. November markiert einen Neubeginn. Ob er gelingt, wird sich nicht an diesem Abend zeigen, sondern auf dem Platz in der neuen Saison. Aber die Weichen werden jetzt gestellt. Für die Fans beginnt eine Zeit des Wartens und Hoffens. Und für den Vorstand eine der größten Herausforderungen in der jüngeren Vereinsgeschichte.
- Schmerzlicher Abstieg in die 3. Liga
- Größte Zäsur seit siebzehn Jahren
- Mitgliederversammlung in der MERKUR Spiel-Arena
- Personalfragen stehen im Mittelpunkt
- Verantwortung gegenüber Fans und Stadt
- Warten und Hoffen auf Neubeginn
| Datum | Ereignis | Ort |
|---|---|---|
| 15. November | Mitgliederversammlung | MERKUR Spiel-Arena |
| Sommer | Abstieg in die 3. Liga | Düsseldorf |