In der Nacht zum Montag haben Unbekannte einen Geldautomaten am U-Bahnhof Gneisenaustraße in Berlin gesprengt. Das teilte die Polizei heute mit. Demnach besprühten die Täter zunächst eine Überwachungskamera mit Farbe. Anschließend leiteten sie Gas in den freistehenden Automaten ein und brachten ihn zur Explosion. Die Kriminalität an U-Bahnhöfen ist ein altbekanntes Problem. In Berlin gab es im vergangenen Jahr laut Polizeibericht über 40 solcher Sprengungen. Die Methoden der Täter werden dabei immer dreister.
Für viele Pendlerinnen und Pendler begann der Montagmorgen mit einer ungeplanten Unterbrechung. Weil der U-Bahnhof zwischenzeitlich gesperrt werden musste, fuhren die Züge der Linie U7 einfach durch. Erst gegen sieben Uhr konnten sie wieder halten. Ich kenne diesen Bahnhof gut. Er liegt in einem dicht besiedelten, lebendigen Kiez. Solche Vorfälle verunsichern die Anwohner zutiefst. Sie fragen sich, wer als Nächstes im Schatten der U-Bahn-Schächte zur Tat schreitet.
Die Beamten vor Ort müssen nun klären, ob die Täter erfolgreich waren. Der Automat wurde laut Polizei „erheblich“ beschädigt. Ob Geld entwendet wurde, ist noch unklar. Ein Sprecher des Landeskriminalamts Berlin erklärte mir vor einiger Zeit: „Jede solche Tat hinterlässt nicht nur einen materiellen Schaden. Sie beeinträchtigt das Sicherheitsgefühl der Menschen in ihrem eigenen Viertel.“ Das ist genau das, was hier passiert.
- Überwachungskamera besprüht
- Gas in Automat geleitet
- Automat zur Explosion gebracht
- Über 40 Sprengungen im letzten Jahr
- Öffnung des U-Bahnhofs nach Sperrung
- Kostspielige Reparatur für Berliner Verkehrsbetriebe
Der U-Bahnhof ist mittlerweile wieder geöffnet. Die Ermittlungen laufen. Für die Berliner Verkehrsbetriebe bedeutet das eine weitere kostspielige Reparatur. Für die Pendler ist es eine Erinnerung an die Fragilität der alltäglichen Infrastruktur. Am Ende geht es nicht nur um die erbeutete Summe. Es geht um das Gefühl, in der eigenen Stadt sicher unterwegs zu sein. Dieses Gefühl wurde heute Morgen an der Gneisenaustraße erneut erschüttert.
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Ort | U-Bahnhof Gneisenaustraße |
| Art des Verbrechens | Sprengung eines Geldautomaten |
| Überwachungskamera | Besprüht |
| Schaden am Automaten | Erheblich |
| Ermittlungsstatus | Laufend |
| Sicherheitsgefühl | Beeinträchtigt |