Seit Jahren warnen Kölns Feuerwehrleute vor ihrer maroden Hauptwache. Die Gebäude von 1962 sind zu klein und kaum noch zu reparieren. Nun liegen Zahlen auf dem Tisch, die das ganze Ausmaß der Misere zeigen. Die Stadt plant für Neubau und eine Übergangslösung insgesamt mindestens 154 Millionen Euro ein. Das ist eine riesige Summe für die klammen städtischen Kassen.
Zunächst muss eine provisorische Feuerwache aus Containern an der Severinsbrücke entstehen. Sie soll die Einsatzkräfte aufnehmen, wenn das alte Gebäude abgerissen wird. Doch schon hier gibt es Probleme. Die erste Ausschreibung für diesen Interim-Bau scheiterte. Kein Unternehmen bewarb sich als Gesamtanbieter. Die Stadt muss das Verfahren nun wiederholen. Das wirft die gesamte Zeitplanung über den Haufen. Ein Sprecher der Verwaltung sagt dazu nur: „Die Terminplanung wird im Projektverlauf fortgeschrieben.“
Die Kosten für diese Containerwache sind mit 26,5 Millionen Euro veranschlagt. Doch die eigentliche Herausforderung kommt danach. Für den kompletten Neubau der Feuer- und Rettungswache eins an der Agrippastraße sind in den städtischen Finanzplänen weitere 127,5 Millionen Euro bis 2031 eingeplant. Selbst nach diesem Zeitraum wird noch mehr Geld benötigt. Eine endgültige Gesamtsumme gibt es nicht. Die Stadt erklärt: „Eine erste prognostizierte Gesamtsumme der Projektkosten wird das Ergebnis der Kostenschätzung durch den Generalplaner ergeben.“
Besonders brisant ist der Zeitplan. Die Container sollen maximal fünf Jahre stehen. Doch allein für den Neubau waren in früheren Planungen über acht Jahre vorgesehen. Wie passt das zusammen? Die Verwaltung betont nun, der Neubau solle innerhalb dieser fünf Jahre fertig sein. Sollte es Verzögerungen geben, könnte die Übergangslösung verlängert werden. Feuerwehrchef Christian Miller hatte schon vor Jahren die Dringlichkeit betont: „Jetzt sind wir bei aller Zumutbarkeit an einem Punkt, wo man da nicht mehr vernünftig arbeiten kann.“
- Marode Hauptwache seit 1962
- Übergangslösung benötigt
- Provisorische Feuerwache aus Containern
- Kosten von 26,5 Millionen Euro
- Neubau mit 127,5 Millionen Euro eingeplant
- Fünf Jahre maximale Standzeit der Container
Aus meiner Berichterstattung in anderen Städten weiß ich: Wenn Bauprojekte so ins Stocken geraten und die Kosten so unklar bleiben, leidet am Ende die Versorgungssicherheit der Bürger. In Köln geht es um die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr für die gesamte Innenstadt. Jede weitere Verzögerung erhöht das Risiko. Die Stadt steht unter Druck, endlich eine verlässliche Lösung zu finden. Die Menschen in Köln müssen sich darauf verlassen können, dass die Feuerwehr im Ernstfall schnell vor Ort ist. Diese Planungsunsicherheit ist kein gutes Zeichen.
| Aspekt | Detail |
|---|---|
| Alter der Hauptwache | 1962 |
| Kosten Containerwache | 26,5 Millionen Euro |
| Kosten Neubau | 127,5 Millionen Euro |
| Maximale Standzeit Container | 5 Jahre |
| Geplante Bauzeit Neubau | 8 Jahre |
| Gesamtsumme Projektkosten | Unklar |