Die Transfergerüchte um Borussia Dortmund nehmen wieder Fahrt auf. Im Zentrum steht Nico Schlotterbeck, dessen Vertragssituation die Gemüter erhitzt. Gleichzeitig wird bekannt, mit welchem Budget der BVB in die Sommertransferperiode gehen könnte. Was steckt wirklich hinter den Aussagen des Innenverteidigers?
Schlotterbeck hatte zuletzt im Nationaltrikot eine baldige Vertragsverlängerung beim BVB überraschend klar dementiert. Laut Funke Mediengruppe war die aktuelle Länderspielpause allerdings nie als fester Entscheidungstermin vereinbart worden. Vielmehr haben sich Spieler und Verein auf einen noch weiter entfernten Zeitrahmen geeinigt.
Der Wechsel von Sebastian Kehl zu Ole Book als Sportdirektor, den Schlotterbeck selbst als Grund für sein Zögern nannte, soll intern anders interpretiert werden. Die BVB-Verantwortlichen vermuten, dass der Abwehrspieler diese Begründung nutzt, um sich zusätzliche Bedenkzeit zu verschaffen. Von einem Neustart der Verhandlungen ist keine Rede.
„Der Verein plant nicht, das Angebot zurückzuziehen», heißt es aus Dortmund. Man bewege sich noch im vereinbarten Zeitrahmen. Diese gelassene Haltung deutet darauf hin, dass beide Seiten weiterhin an einer Lösung arbeiten, ohne künstlichen Druck aufzubauen.
Parallel dazu enthüllt die Sport Bild, dass Borussia Dortmund ohne Spielerverkäufe mit rund 25 Millionen Euro Transferbudget in den Sommer geht. Eine Summe, die im modernen Fußball schnell aufgebraucht ist. Karim Adeyemi gilt als wahrscheinlichster Verkaufskandidat. Obwohl ihm eine Vertragsverlängerung angeboten wurde, hat sich die interne Stimmung gewandelt. Sportlich wird er zunehmend als ersetzbar eingeschätzt.
Adeyemi selbst zeigt wenig Interesse an einer Verlängerung und strebt einen Wechsel in die Premier League an. Bei einer Ablöse von etwa 50 Millionen Euro würde sich das Transferbudget deutlich erhöhen. Eine Entscheidung, die die gesamte Transferstrategie der Schwarz-Gelben beeinflussen könnte.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Schlotterbeck tatsächlich mehr Bedenkzeit braucht oder ob andere Faktoren eine Rolle spielen. Beim BVB scheint man jedenfalls entspannt zu bleiben und auf Zeit zu setzen. Vielleicht ist genau diese Geduld der Schlüssel zur erfolgreichen Vertragsverhandlung – oder bereitet man sich längst auf verschiedene Szenarien vor?