In Dresden wird es für Pendler ab nächster Woche eng. Die Verkehrsbetriebe müssen am Güntzplatz zwei völlig verschlissene Weichen austauschen. Das bedeutet: Zwei Wochen Umleitungen für Straßenbahnen und Autos.
Die Zahlen sprechen für sich. Nach 25 Jahren sind die Weichen an der Haltestelle Sachsenallee einfach am Ende. Eine Million Euro kostet die Erneuerung, zum Glück kommt der größte Teil aus Fördermitteln. Vom 7. bis 21. April müssen Dresdnerinnen und Dresdner mit deutlichen Einschränkungen leben.
Die Linien 6, 8 und 13 werden geteilt und kreuz und quer durch die Stadt geführt. Wer normalerweise von Wölfnitz nach Niedersedlitz fährt, muss umsteigen. Die Linie 6 endet am Albertplatz und wird zur Linie 8 nach Hellerau. Im Osten fährt sie vom Güntzplatz als Linie 13 weiter.
„Die Bauarbeiten sind notwendig, um die Sicherheit und Zuverlässigkeit unseres Straßenbahnnetzes zu gewährleisten», erklärt ein Sprecher der DVB. Das leuchtet ein, macht die Situation aber nicht einfacher.
Besonders kompliziert wird es für Autofahrer. Wer von der Albertbrücke kommt und links zur Gerokstraße will, muss eine Blockumfahrung fahren. Das kostet Zeit und Nerven. Erst ab dem 17. April entspannt sich die Lage wieder etwas.
Ich habe in zwanzig Jahren Berichterstattung viele Baustellen erlebt. Dresden hat da eine gewisse Routine entwickelt. Die Beschilderung ist meist gut, und die Menschen hier sind solche Einschränkungen gewohnt. Trotzdem bleibt es ärgerlich, gerade zu den Osterferien.
Die Botschaft ist klar: Wer kann, sollte umplanen oder mehr Zeit einrechnen. Die DVB bieten einen Ersatzbus zwischen Anton-/Leipziger Straße und Gerokstraße an. Das hilft zumindest etwas.
Mehr Informationen gibt es auf den Seiten der Dresdner Verkehrsbetriebe.
Am Ende geht es um Infrastruktur. Ohne diese Arbeiten würde irgendwann nichts mehr fahren. Bleibt die Frage: Warum eigentlich immer in den Ferien?