Blitzstart und taktische Reife – so lässt sich zusammenfassen, was die U-17 von Dynamo Dresden am 8. Spieltag der DFB-Nachwuchsliga abgeliefert hat. Mit einem 2:0 gegen Eintracht Braunschweig zeigten die Nachwuchskicker aus Sachsen, dass frühe Tore und cleveres Spiel manchmal mehr zählen als spektakuläre Offensivfeuerwerke. Y. Ludwig brauchte gerade mal eine Minute, um den Ball im Netz zu versenken – ein Start, der den Gegner sofort unter Druck setzte.
Was mir an diesem Spiel auffällt: Dresden hat nicht nur durch Tore überzeugt, sondern auch durch taktische Disziplin. W. Kirchhübel erhöhte in der 30. Minute auf 2:0 und besiegelte damit bereits vor der Pause die Weichen für den Heimsieg. Braunschweig versuchte mit sechs Wechseln neuen Schwung ins Spiel zu bringen – Y. Ozan, A. Santagata und R. da Silva Perreira kamen von der Bank – doch die Defensive um B. Eckart im Tor und C. Pietsch in der Abwehr stand sicher. „Gerade im Nachwuchsbereich entscheiden oft Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage», sagte unlängst ein Scout der DFB-Talentförderung. Genau das hat Dresden verstanden.
Interessant ist auch die Kartenbilanz: Vier gelbe Karten – zwei auf jeder Seite – zeigen, dass beide Teams mit vollem Einsatz bei der Sache waren. L. Bruntsch und W. Kirchhübel bei Dresden sowie L. Diederich und Y. Ozan bei Braunschweig kassierten Verwarnungen, was bei U-17-Spielen durchaus üblich ist, wenn junge Spieler ihre Grenzen ausloten.
Für Dresden bedeutet dieser Sieg mehr als nur drei Punkte. Es ist ein Signal an die Liga: Die Nachwuchsarbeit in der sächsischen Landeshauptstadt trägt Früchte. Wird dieser Schwung auch in den kommenden Spieltagen anhalten? Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Dresden zu den Aufstiegskandidaten zählt oder ob das nur ein Ausrufezeichen im Mittelfeld war.