14.200 Zuschauer in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof – und die haben am letzten Hauptrundenspieltag ein echtes Statement gesehen. Die Eisbären Berlin haben sich mit einem souveränen 5:1-Sieg gegen den EHC Red Bull München den sechsten Tabellenplatz gesichert und stehen damit im DEL-Viertelfinale. Was für ein Ausrufezeichen des deutschen Meisters.
Die Anfangsphase gehörte klar den Berlinern, auch wenn zunächst einige glasklare Chancen liegen blieben. Manuel Wiederer machte es in der zehnten Minute dann besser – ein Konter, präzise zu Ende gespielt, 1:0. Doch München kam zurück: Nur 43 Sekunden nach Beginn des zweiten Drittels glich Christopher DeSousa aus. Jetzt wurde es spannend.
Was dann folgte, war Eishockey vom Feinsten. «Die Mannschaft hat heute gezeigt, dass sie unter Druck liefern kann», sagte Cheftrainer Serge Aubin nach dem Spiel. Und wie sie lieferte: Frederik Tiffels traf in Unterzahl zur erneuten Führung (25.), Andreas Eder legte in Überzahl nach (37.), und Ty Ronning erhöhte noch vor der zweiten Pause auf 4:1 (38.). Das zweite Drittel gehörte eindeutig den Eisbären.
Im Schlussabschnitt verwalteten die Hauptstädter das Ergebnis clever. Drei Unterzahlsituationen überstanden sie ohne Gegentor – ein Zeichen für die defensive Stabilität des Teams. Yannick Veilleux setzte kurz vor Schluss sogar noch das 5:1 (59.) drauf. Ein verdienter Erfolg, der Selbstvertrauen gibt.
Jetzt wird es ernst. Im Viertelfinale wartet ein heißer Kampf um den Einzug ins Halbfinale. Können die Eisbären an diese Leistung anknüpfen und den Titel verteidigen? Die Form stimmt jedenfalls – und das zur richtigen Zeit.