Die Gamescom 2026 in Köln wirft ihre Schatten voraus, und aus OWL fragen sich viele: Lohnt sich der Weg? Ich weiß aus eigener Reporter-Erfahrung, wie überfüllte Messen sein können – das Gedränge kann wirklich ermüdend wirken. Trotzdem: Mit der richtigen Vorbereitung wird der Besuch zu einem Erlebnis, das weit über das reine Anspielen der neuesten Blockbuster hinausgeht.
Die Anreise ist dieses Jahr eine besondere Herausforderung. Wegen Bauarbeiten ist die Strecke zwischen Düsseldorf und Köln ab dem 21. August fast komplett gesperrt. Der tagesaktuelle Blick in die Bahn-App ist ein Muss. Mein Tipp: Nehmen Sie trotzdem vorzugsweise den Zug, etwa den RE6 direkt nach Köln/Deutz. Die längere Fahrzeit kompensieren Sie sofort, denn Parkplätze rund um die Messe sind rar und teuer. Wer früh morgens kommt, hat Glück. Alle anderen parken besser außerhalb und fahren mit der Straßenbahn.
Auf dem Gelände selbst ist Planung alles. Das wichtigste Accessoire? Ein kleiner, zusammenklappbarer Campingstuhl. Dazu eine Powerbank mit langem Kabel – die Mobilnetze sind überlastet und ziehen den Akku schnell leer. „Wer diese beiden Dinge hat, überlebt auch längste Wartezeiten in guter Stimmung“, sagt ein erfahrener Messegänger. Für Essen und Trinken lohnt Vorbereitung: Das Angebot in den Hallen ist oft teuer. In der Umgebung gibt es mehr Auswahl, und ein Supermarkt liegt nur 600 Meter vom Ost-Eingang entfernt. Vergangenes Jahr gab es sogar einen kostenlosen Wasser-Stand in den Hallen.
- Kleiner, zusammenklappbarer Campingstuhl
- Powerbank mit langem Kabel
- Frühzeitige Anreise
- Parken außerhalb und Straßenbahn nutzen
- Besuch des Retro-Bereichs
- Entdeckung der Indie Arena Booth
Abseits des Trubels in den großen Publisher-Hallen warten echte Geheimtipps. Halle 10 ist meist weniger überlaufen und Heimat der „Indie Arena Booth“. Hier treffen Sie oft die Entwickler persönlich, können ungewöhnliche Projekte wie „SOKO 1977: Anti-Terror Task Force“ entdecken und vielleicht ein paar Sticker ergattern. Ein weiteres Highlight ist der Retro-Bereich mit Original-Hardware. Das ist Gaming-Geschichte zum Anfassen.
Für die Übernachtung gilt: Hotels in Köln sind seit Wochen ausgebucht. Entlang der S-Bahn-Linien S6 oder S11 finden sich gute Alternativen in Nachbarorten. Oder Sie wagen das Abenteuer „gamescom camp“, eines der größten Gamer-Zeltlager Europas. Die besondere Atmosphäre am Lagerfeuer hat für viele ihren eigenen Reiz.
Mein Fazit: Ein Tagesausflug zur Gamescom 2026 kann sich lohnen, wenn Sie nicht nur die großen Stände ansteuern. Setzen Sie auf realistische Erwartungen, gute Ausrüstung und entdecken Sie die kleinen Studios. Dann nehmen Sie mehr mit als nur erschöpfte Füße – nämlich neue Eindrücke und vielleicht sogar ein Gespräch mit den Menschen, die diese Spiele mit Leidenschaft machen.