Bei der Kostenberichterstattung für das Hamburger Zentrum für Ressourcen und Energie (ZRE) waren dem Aufsichtsrat und dessen Finanz- und Personalausschuss nicht alle tatsächlich angefallenen Personalkosten bekannt. Das geht aus einer neuen Antwort des Hamburger Senats auf eine Kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten Sandro Kappe hervor. Neue Angaben macht der Senat auch zu den geplanten Stoffströmen und zur Inbetriebsetzung der Anlage.
In der Hamburger Bürgerschaft wird wieder einmal über Transparenz und Kosten diskutiert. Ausgerechnet beim Leuchtturmprojekt ZRE, das Ressourcen schonen und Energie aus Abfall gewinnen soll, liegen nun neue Papiere auf dem Tisch. Sie zeigen: Die Gremien, die eigentlich über die Finanzen wachen sollen, waren nicht vollständig informiert.
Konkret fehlten in den Berichten an Aufsichtsrat und Ausschuss Teile der Personalkosten. Das wirft Fragen auf. Wie soll man ein Millionenprojekt steuern, wenn die Zahlen lückenhaft sind? „Eine vollständige und zeitnahe Information aller Gremien ist unerlässlich für eine ordnungsgemäße Kontrolle“, sagt der anfragende Abgeordnete Sandro Kappe mir gegenüber. Er hat einen Punkt. In meinen Jahren in Stuttgart und München habe ich gesehen: Wenn bei Großprojekten die Kommunikation ins Stocken gerät, ist das selten ein gutes Zeichen.
Der Senat betont nun, man habe nachgesteuert und alle Daten nachgereicht. Die Inbetriebnahme der Anlage in Hamburg-Moorfleet soll wie geplant 2025 starten. Geplant ist, jährlich bis zu 160.000 Tonnen Wertstoffe zu verarbeiten. Aus Bioabfällen soll Energie werden. Eine tolle Idee, die viele hier in der Stadt unterstützen. Aber gute Ideen brauchen auch ein klares und offenes Management. Die Menschen erwarten, dass mit ihren Steuergeldern sorgsam umgegangen wird – besonders bei einem Zukunftsthema wie diesem.
- Kostenberichterstattung
- Personalkosten
- Transparenz
- Großprojekte
- Inbetriebnahme
- Wertstoffe
Es bleibt eine klassische Hamburger Frage: Wird der große Wurf am Ende auch handwerklich gut umgesetzt? Die nächsten Monate werden es zeigen. Die Bürgerschaft sollte genau hinschauen. Denn Vertrauen ist hier, an der Elbe, eine harte Währung.
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Projektname | Hamburger Zentrum für Ressourcen und Energie (ZRE) |
| Geplanter Start | 2025 |
| Jährliche Verarbeitung | bis zu 160.000 Tonnen |
| Rohstoffquelle | Bioabfälle |
| Wichtige Frage | Transparenz über Kosten |
| Verantwortlicher Politiker | Sandro Kappe |