Am Sonntag steht Hamburg still. Oder zumindest große Teile davon. Etwa 20.000 Läuferinnen und Läufer werden die Straßen zwischen Reeperbahn und Außenalster für sich beanspruchen. Der Nachholtermin des Halbmarathons führt zu umfangreichen Verkehrssperrungen in Altona, St. Pauli, der Neustadt und rund um die Alster.
Wer mit dem Auto unterwegs ist, muss sich auf massive Einschränkungen einstellen. Die Sperrungen beginnen entlang der 21,1 Kilometer langen Strecke bereits ab 7 Uhr morgens. Eine vollständige Freigabe des Verkehrs ist erst gegen 15:30 Uhr zu erwarten. Besonders betroffen sind Anwohner in den genannten Vierteln. „Wer auf sein Auto angewiesen ist, sollte es rechtzeitig außerhalb der Laufstrecke parken“, rät ein Veranstaltersprecher.
Als wichtige Ausweichroute dient die Bundesstraße 5. Sie verläuft über Stresemannstraße, Holstenstraße und Lübecker Straße und umfährt den Laufbereich weiträumig. Für Fahrten in die HafenCity gibt es spezielle Umleitungen über den Heidenkampsweg oder die Amsinckstraße. Dort ist jedoch seit einem Wasserrohrbruch eine neue Verkehrsführung zu beachten.
Die zuverlässigsten Alternativen bleiben die Schienen. U- und S-Bahnen verkehren planmäßig. Zahlreiche Buslinien werden dagegen umgeleitet oder fallen aus. Eine vorherige Prüfung in der HVV-App ist ratsam. Die Absage des ursprünglichen Termins im Juli wegen Hitze hat der Veranstaltung keinen Abbruch getan. Mit 20.000 Teilnehmern verzeichnet der Halbmarathon sogar einen neuen Rekord.
- 20.000 Teilnehmer
- 21,1 Kilometer lange Strecke
- Umfangreiche Verkehrssperrungen
- Wichtige Ausweichroute: Bundesstraße 5
- U- und S-Bahnen planmäßig
- Neuer Rekord für den Halbmarathon
| Ort | Verkehrsmaßnahme |
|---|---|
| Altona | Umleitung |
| St. Pauli | Verkehrssperrung |
| Neustadt | Verkehrssperrung |
| Außenalster | Verkehrssperrung |
| HafenCity | Umleitungen |
| Stresemannstraße | Umleitung |
Solche Großereignisse sind für eine Stadt wie Hamburg immer eine Gratwanderung zwischen Sportfest und Verkehrschaos. Die Stimmung am Streckenrand ist meist großartig, der kollektive Frust im Stau leider auch. Es ist der klassische Kompromiss des Stadtlebens. Am Sonntag heißt es dann: Bahn frei für die Sportler. Und für alle anderen eben Geduld.