In Düsseldorf hat die Polizei am Dienstag eine Wohnung durchsucht. Es geht um einen Brandanschlag auf Berlins Stromnetz im September. Insgesamt 14 Objekte wurden allein in der Hauptstadt geprüft. Die Spur führt in die linksextreme Szene.
Was war passiert? Am 9. September 2025 zerstörten Unbekannte einen Strommast in Berlin-Adlershof. Rund 50.000 Menschen saßen plötzlich im Dunkeln. Firmen erlitten Schäden zwischen 30 und 70 Millionen Euro. Ein Bekennerschreiben im Netz richtete sich gegen Technologie- und Rüstungsfirmen.
Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt gegen namentlich bekannte Beschuldigte. Einer davon soll sich regelmäßig in Düsseldorf aufgehalten haben. Dort wurde nun eine Adresse durchsucht. Auch in weiteren Bundesländern gab es Razzien, wie die Polizei bestätigte.
Ich erinnere mich noch gut an die Januarnacht in Berlin. Damals saßen 100.000 Menschen vier Tage lang ohne Strom. Der größte Ausfall seit dem Krieg. Auch hier vermuten Ermittler Linksextremisten. Die Wut über Technologiekonzerne wird zunehmend radikal ausgetragen.
Die Anschläge zeigen eine neue Qualität. Kritische Infrastruktur wird zum Ziel. Die Täter nehmen bewusst in Kauf, dass Unbeteiligte leiden. Mehr Informationen bietet die Deutsche Presse-Agentur auf ihrer Webseite.
Bleibt die Frage: Wie schützen wir unsere Versorgungsnetze besser? Und wie verhindert man, dass aus politischer Überzeugung Gewalt wird?