Ein Tor reicht, um Hoffnung zu machen: Der VfB Stuttgart hat am 26. Spieltag der Bundesliga 2025/26 RB Leipzig mit 1:0 bezwungen. Es war einer dieser Abende, an dem die Defensive funktioniert und ein einziger Moment über drei Punkte entscheidet.
Die entscheidende Szene kam in der 56. Minute. Chris Führich spielte den Ball perfekt auf Deniz Undav, der mit einem präzisen Rechtsschuss zur Führung traf. Genau das, was man im modernen Fußball als „efficiency» bezeichnet – wenige Chancen, aber eiskalt verwertet.
Trainer Sebastian Hoeneß setzte auf eine kompakte Aufstellung mit Nübel im Tor und einer stabilen Viererkette aus Jeltsch, Jaquez, Hendriks und Leweling. In der Offensive bildeten Demirovic und Undav ein Duo, das Leipzig-Trainer Sandro Werner vor Probleme stellte. Die Leipziger mit Vandevoordt zwischen den Pfosten und der erfahrenen Achse Orban-Lukeba konnten keine wirkliche Durchschlagskraft entwickeln.
Interessant waren die taktischen Wechsel: Stuttgart nahm ab der 69. Minute gleich drei Spieler vom Platz – Führich, Demirovic und El Khannouss mussten raus, Mittelstädt, Tiago Tomas und Nartey kamen. Leipzig reagierte mit einer Dreifachwechsel in der 71. Minute, als Harder, Schlager und Bakayoko ins Spiel kamen.
Die Partie hatte durchaus Brisanz. Karazor sah bereits seine vierte Gelbe Karte der Saison, Leipzig kassierte zwei gelbe Karten durch Romulo und den eingewechselten Schlager. Das zeigt: Beide Teams wollten unbedingt gewinnen, die Intensität war hoch.
Für Stuttgart bedeutet dieser Sieg wichtige Punkte im Kampf um die oberen Tabellenplätze. Leipzig hingegen muss analysieren, warum die Offensive mit Spielern wie Nusa und Diomande nicht zündete. Manchmal entscheidet eben ein einzelner Moment – und der gehörte diesmal Stuttgart.