VfB Suhl Sonderzug: Gemeinsam geht es nach Dresden
Im Sonderzug der Süd-Thüringen-Bahn rollen 180 Fans zum Topspiel. Sie nutzen ein Stück Regionalgeschichte für ihren Ausflug.
Die alwaySUHLtras, der aktive Fanclub des VfB Suhl, haben wieder ein besonderes Reiseerlebnis organisiert. Gemeinsam mit der Süd-Thüringen-Bahn (STB) setzen sie einen Sonderzug ein. Dieser fährt zum Bundesliga-Gastspiel beim Dresdner SC am 31. Oktober. Statt Bus oder Auto wählen die Fans dieses Jahr wieder die Schiene. Das ist eine lange Tradition des Clubs.
Die Fahrt geht nicht ins benachbarte Erfurt oder Eisenach. Sie führt stattdessen fast 300 Kilometer durch den Freistaat Sachsen. Dieser Sonderzug ist ein echter Gemeinschaftsausflug. Sogar eine geplante Raucherpause auf der Reise zeigt das entspannte Vereinsleben. Der VfB Suhl verkauft im Schnitt über 1.300 Tickets pro Heimspiel in der Bundesliga. Eine solche Aktion stärkt die Bindung zur treuen Anhängerschaft.
Die Süd-Thüringen-Bahn bedient als Regionalbahn ein Netz von über 400 Kilometern in Thüringen. Ihre roten Triebzüge sind im Freistaat ein alltägliches Bild. Für viele Fans ist die Fahrt selbst bereits Teil des Events. Sie nutzen eine regionale Verkehrsinfrastruktur für ihren Sportkonsum. Das schafft ein besonderes Wir-Gefühl abseits der Arena.
Solche Aktionen sind typisch für den Handball in den neuen Bundesländern. Clubs wie der VfB Suhl oder der SC DHfK Leipzig bauen stark auf ihre lokale Verwurzelung. Der VfB erreicht regelmäßig eine der höchsten Zuschauerquoten der Liga. Diese liegt oft bei über 80 Prozent der Hallenkapazität. Die Reise nach Dresden ist ein weiterer Beweis für diese lebendige Fanbasis.
Die Organisation eines Sonderzugs erfordert Planung. Die alwaySUHLtras müssen hierfür zahlreiche Punkte beachten.
- Sie müssen die Gruppengröße früh festlegen und anmelden.
- Sie müssen die Fahrkarten für alle Teilnehmer koordinieren.
- Sie müssen die Abfahrts- und Ankunftszeiten mit der Bahn klären.
- Sie müssen eventuelle Zwischenstopps, wie die Raucherpause, planen.
- Sie müssen die Anreise zum Stadion vom Dresdner Hauptbahnhof organisieren.
- Sie müssen für die Stimmung im Zug sorgen, etwa mit Fanmaterial.
Ein Sprecher der alwaySUHLtras betonte die Bedeutung solcher Fahrten. «Das ist mehr als nur Transport. Es ist das gemeinsame Erlebnis, das den Verein zusammenschweißt,» sagte er. Die Süd-Thüringen-Bahn bestätigte die gute Zusammenarbeit mit den Fans. Man sehe solche Sonderzüge als wichtigen Service für die Region.
Der VfB Suhl zeigt mit dieser Aktion, wie Sportvereine funktionieren können. Sie schaffen nicht nur sportliche Höhepunkte auf dem Feld. Sie gestalten auch das soziale Miteinander ihrer Anhänger. Ihr praktisches Vorgehen macht den Handballbesuch zu einem ganztägigen Event. Das beginnt bereits bei der gemeinsamen Anreise im Sonderzug aus Suhl.
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Fananzahl | 180 |
| Strecke | 300 Kilometer |
| Tickets pro Heimspiel | 1.300 |
| Regionalnetz | Über 400 Kilometer |
| Zuschauerquote | Über 80% |
| Datum | 31. Oktober |