Wer an einem Samstagmorgen in Frankfurt denkt, an diesem Wochenende endlich mal wieder in den Rheingau zu fahren, stößt schnell auf ein altes Problem: Wer fährt? Wer trinkt? Mit dem Zug wird es umständlich, mit dem eigenen Auto unpraktisch. Ein neues Angebot will das jetzt ändern.
Im September kann man erstmals per Uber-App nicht nur ein Taxi, sondern gleich einen ganzen Tagesausflug zu Weingütern buchen. Für 200 Euro pro Gruppe bringt ein Taxivan von Taxi Frankfurt bis zu sechs Personen an zwei ausgewählte Betriebe und holt sie am Nachmittag wieder ab. Bei voller Besetzung sind das etwa 33 Euro pro Person – inklusive der Verkostungen. Eine schlaue Lösung für alle, die keinen Fahrer abstellen wollen oder können.
Mich erinnert das an viele Gespräche bei früheren Weinfesten in Baden oder an der Mosel. Immer ging es um die Frage der Mobilität. Der Gedanke, dass ein Fahrdienst diesen lästigen Planungspunkt einfach aus der Welt schafft, ist bestechend. Die beteiligten Weingüter – die Familien Allendorf, Barth und Georg Breuer – sind renommiert und stehen für Qualität. Das ist kein anonymes Massenangebot, sondern führt zu echten Erzeugern.
Uber begründet die Idee mit gestiegener Nachfrage: Rund 17.000 App-Aufrufe gab es zuletzt aus der Rheingau-Region – 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Das zeigt einen Trend. Immer mehr Menschen möchten spontan und unkompliziert in die Weinregionen vor den Toren der Stadt, ohne sich um Parkplatz oder Fahrplan zu kümmern.
Allerdings bleibt das Angebot vorerst eine Testphase. Es läuft nur an den Wochenenden im September. Ob es danach weitergeht, hängt vom Erfolg ab. Und natürlich von der Frage, ob die Gäste die Atmosphäre einer geführten Gruppentour im Taxi der lockeren Selbstständigkeit eines individuellen Ausflugs vorziehen.
Für Frankfurt und den Rheingau ist es auf jeden Fall ein interessantes Experiment. Es verbindet die urbane Mobilität der Großstadt mit der traditionsreichen Weinkultur des Umlands. Vielleicht wird das der Start für eine neue Art des Weintourismus – ganz ohne eigenes Auto und mit einem Fahrer, der wirklich nur fährt.
- Wer fährt?
- Wer trinkt?
- Mit dem Zug wird es umständlich
- Ein neues Angebot von Uber
- Testphase im September
- Keine Parkplatzsorgen
| Details | Betrag |
|---|---|
| Preis pro Gruppe | 200 Euro |
| Anzahl der Personen | Bis zu 6 |
| Preis pro Person (bei voller Besetzung) | 33 Euro |
| App-Aufrufe in der Rheingau-Region | 17.000 |
| Steigerung der Nachfrage | 30 Prozent |
| Testphase Zeitraum | Wochenenden im September |