Die Luft an den Zufahrten zur Düsseldorfer Messe roch an jenem Augustwochenende unverkennbar nach Hanf. Bei Schwerpunktkontrollen rund um eine Cannabis-Messe forderte die Polizei 81 Blutproben. Das Ergebnis, das sie jetzt vorlegt, ist alarmierend.
79 der 81 Proben waren positiv, 64 davon lagen über dem seit April geltenden Grenzwert von 3,5 Nanogramm THC pro Milliliter Blut. Das sind fast 80 Prozent. Nur 18,5 Prozent der Fahrer blieben unter diesem Richtwert, der etwa 0,2 Promille Alkohol entspricht. „Die Ergebnisse sprechen für sich“, sagt Polizeipräsidentin Miriam Brauns. Sie macht deutlich: „Wie verantwortungslos einige Fahrzeugführer mit der Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer umgehen.“
Miriam Brauns zieht eine klare Konsequenz. „Wenn fast 80 Prozent den Grenzwert nicht einhalten, bedeutet dies, dass wir noch konsequenter vorgehen müssen.“ Die Kontrollen werden also nicht nachlassen, weder in der Stadt noch auf den umliegenden Autobahnen. Wer hier erwischt wird, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Beim zweiten Verstoß wird es ernst: hohe Geldstrafen, Punkte in Flensburg und die gefürchtete MPU.
- 81 Blutproben wurden angefordert
- 79 Proben waren positiv
- 64 lagen über dem Grenzwert
- 18,5 Prozent blieben unter dem Richtwert
- Hohe Geldstrafen beim zweiten Verstoß
- Polizei plant verstärkte Kontrollen
Die Bilanz aus Düsseldorf ist ein klares Signal. Sie zeigt eine gefährliche Lücke zwischen der neuen gesetzlichen Regelung und der akzeptierten Realität auf der Straße. Viele scheinen den Grenzwert schlicht zu ignorieren oder ihn falsch einzuschätzen. Die Polizei wird diese Lücke nun verstärkt kontrollieren. Die Frage ist, ob die Botschaft bei allen ankommt, bevor es zu spät ist.
| Aspekt | Wert |
|---|---|
| Anzahl der Blutproben | 81 |
| Positive Proben | 79 |
| Proben über Grenzwert | 64 |
| Prozentsatz unter Richtwert | 18,5% |
| Grenzwert THC | 3,5 Nanogramm/ml |
| Folgen bei Verstoß | Geldstrafen, MPU |