Schüsse auf eine Bar, auf ein Café, auf eine Hausfassade. So klingt Berlin im ersten Halbjahr 2026 für viele Menschen. Die Polizei zählt 585 Delikte mit Schusswaffengebrauch. Die Welt am Sonntag nannte 324 Bedrohungen und 261 Schussabgaben. Die Polizei bestätigte die Zahl. Vor einem Jahr waren es 561 Fälle. Die Statistik erfasst auch Schreckschusswaffen.
Die Statistik wirkt nüchtern. Sie zeigt ein reales Risiko. Am Samstagmorgen trafen Schüsse eine Bar in Charlottenburg-Wilmersdorf. Gäste saßen im Innenraum. Zum Glück traf es niemanden. Ich kenne diese Anspannung aus Neukölln. Cafés machen dort nachts dicht.
65-mal schoss jemand mit einer scharfen Waffe. In 62 Fällen geht die Polizei von Straftaten aus. Sie zählt 118 Geschädigte. Darunter sind zwei Tote.
Seit Ende 2025 ermittelt die Spezialeinheit Ferrum. Sie leitete 708 Verfahren ein. Sie erwirkte 77 Haftbefehle. Sie stellte 73 scharfe Waffen sicher. Die Staatsanwaltschaft setzt die Gruppe Telum an. Mehr Zahlen bei der Berliner Polizei.
| Statistik | Zahl |
|---|---|
| Delikte mit Schusswaffengebrauch | 585 |
| Bedrohungen | 324 |
| Schussabgaben | 261 |
| Vorfälle im Vorjahr | 561 |
| Scharfe Waffen sichergestellt | 73 |
| Tote | 2 |
Ein Sprecher sagt: „Ferrum hat 73 scharfe Waffen sichergestellt.“ Der Satz klingt schlicht. Er zeigt die neue Priorität. Organisierte Kriminalität nutzt Schusswaffen zur Einschüchterung. Sie braucht den offenen Raum.
Für Berlin heißt das: Sicherheit beginnt an der Kneipe. Sie beginnt am Bus, in der Seitenstraße. Wenn Schüsse zur Normalität werden, verliert die Stadt Vertrauen. Warum reicht eine Statistik nicht für ein gutes Gefühl?
- 585 Delikte mit Schusswaffengebrauch
- 324 Bedrohungen
- 261 Schussabgaben
- 65-mal schoss jemand mit einer scharfen Waffe
- 118 Geschädigte
- 2 Tote