Die Preise an der Tankstelle reißen ein Loch in die Haushaltskassen. Im vergangenen Jahr sind Benzin und Diesel um mehr als 25 Prozent teurer geworden, wie das Statistische Landesamt für Sachsen-Anhalt mitteilt. Das bedeutet für viele Familien konkret: Wer früher für 80 Euro vollgetankt hat, zahlt heute 100 Euro. Diese enorme Steigerung hat die allgemeine Teuerung in Deutschland maßgeblich befeuert.
Die kurzzeitige Senkung der Energiesteuer im Oktober brachte nur eine schwache Entlastung. Sie konnte den langfristigen Aufwärtstrend nicht stoppen. Gleichzeitig zeigt die Entwicklung bei Heizöl, dass die Entspannung fragil ist. Dort sind die Preise im Oktober wieder gestiegen. Die volatile Lage auf den globalen Rohstoffmärkten führt zu dieser anhaltenden Unsicherheit, erklärt eine Energieexpertin der Bundesnetzagentur. Das spüren Verbraucher direkt.
Aus meiner Berichterstattung während der Ölkrise 2008 weiß ich: Solche Preissprünge verändern das Verhalten. Menschen fahren weniger, überdenken ihre Mobilität. Das belastet nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Planungssicherheit für Pendler und kleine Unternehmen. In Düsseldorf höre ich oft die Frage: Wie lange kann man das noch stemmen?
Für die Wirtschaft sind hohe Transportkosten ein Risiko. Sie treiben die Preise für Waren weiter nach oben. Als Bürger sollten Sie jetzt prüfen, wo Sie Kraftstoff sparen können:
- Car-Sharing nutzen
- Gelegentlichen Umstieg auf Bus und Bahn
- Pendeln mit Fahrgemeinschaften
- Fahrverhalten optimieren
- Fahrten bündeln
- Öfter zu Fuß gehen oder Fahrrad fahren
Beobachten Sie die politischen Diskussionen um weitere Steuerentlastungen genau. Die Frage, wer die Zeche für die Energiepreise zahlt, wird uns noch lange beschäftigen.
| Datum | Benzinpreis | Dieselpreis |
|---|---|---|
| Oktober 2022 | 1,50 € | 1,45 € |
| November 2022 | 1,60 € | 1,55 € |
| Dezember 2022 | 1,70 € | 1,65 € |
| Januar 2023 | 1,80 € | 1,75 € |
| Februar 2023 | 1,85 € | 1,80 € |
| März 2023 | 1,90 € | 1,85 € |