Ein Airbus A380, das größte Passagierflugzeug der Welt, hat am Münchener Flughafen die Landebahn verfehlt. Das ist der zweite ernste Vorfall innerhalb weniger Tage auf derselben Piste. Was bedeutet das für die Sicherheit im Luftverkehr? Für 351 Passagiere an Bord der Lufthansa-Maschine aus San Francisco wurde es am Montagabend ungewöhnlich: Die Maschine setzte früher als geplant auf und beschädigte dabei die Landebahnbeleuchtung. Die Erleichterung war groß, als das Flugzeug sicher zum Stillstand kam und alle Menschen an Bord unverletzt blieben.
„Wir unterstützen die Untersuchung der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung vollumfänglich“, erklärt eine Lufthansa-Sprecherin. Die Experten der BFU waren schnell vor Ort und haben die Flugschreiber gesichert. Ihre Arbeit wird nun klären, wie es zu diesem Manöver kommen konnte. Nur zwei Tage zuvor war auf exakt dieser Bahn ein Boeing-Dreamliner beim Start über das Pistenende hinausgeschossen. Ein beunruhigendes Muster? Aus meiner langjährigen Berichterstattung weiß ich: Solche Häufungen lenken den Blick immer auch auf die Infrastruktur und die Abläufe am Flughafen selbst.
Die Passagiere der A380 konnten das Flugzeug regulär verlassen, eine Evakuierung war nicht nötig. Das ist die wichtigste Nachricht. Doch die Fragen bleiben. Sie betreffen nicht nur die Besatzungen in der Luft, sondern auch die Verantwortlichen am Boden. In einer Branche, die auf absolutes Vertrauen in die Technik und die Verfahren angewiesen ist, können selbst kleinere Vorfälle große Verunsicherung auslösen. Die Ergebnisse der BFU werden hier entscheidend sein – für das Vertrauen der Reisenden und für die Lehren, die die Luftfahrt daraus zieht.
- Passagierfreundlichkeit
- Technische Zuverlässigkeit
- Sicherheitsvorkehrungen
- Infrastrukturqualität
- Regelungen und Verfahren
- Unfalluntersuchungen
| Vorfall | Datum | Flugzeugtyp | Einfluss |
|---|---|---|---|
| A380 Landebahnverfehlen | Montagabend | A380 | Unverletzt |
| Boeing-Dreamliner | Vor zwei Tagen | Dreamliner | Über das Pistenende hinaus |