Hier in Düsseldorf herrscht ein vernehmbarer Optimismus. Die Wirtschaft fragt sich: Kommt der Aufschwung endlich? Ein Signal kann man in einer neuen Zahl finden. Ausländische Firmen haben 2025 mit gut 86 Milliarden Euro so viel Geld in Deutschland investiert wie seit Jahren nicht. Das sind rund 50 Prozent mehr als im Vorjahr.
Der Blick ins Detail ist allerdings überraschend. Der langjährige Top-Investor USA hat seine Ausgaben hierzulande fast halbiert. Stattdessen kommt ein anderer Player groß zurück: Das Vereinigte Königreich. Britische Investoren haben ihre Direktinvestitionen um sagenhafte 284 Prozent auf 26 Milliarden Euro gesteigert. Sie sind damit wieder Deutschlands wichtigster ausländischer Geldgeber. „Das zeigt die engen und verlässlichen Beziehungen zu unseren europäischen Nachbarn,“ sagt ein Sprecher des Instituts der deutschen Wirtschaft. Mehr dazu beim Institut der deutschen Wirtschaft.
Mir fallen die vielen britischen Fondsmanager ein, mit denen ich in letzter Zeit spreche. Sie schätzen die Stabilität Deutschlands gerade in unruhigen Zeiten. Trotz aller politischen Spannungen bleibt Europa der mit Abstand wichtigste Investor in seine größte Volkswirtschaft. Über 80 Prozent des Kapitals kommen von hier. Die Zahlen können von Jahr zu Jahr schwanken, durch große Einzeldeals. Aber der Trend ist ein klares Votum für unseren Kontinent.
Für die Menschen hier bedeutet das vor allem eines: Jobs. Auslandsinvestitionen sichern und schaffen Arbeitsplätze in den Betrieben vor Ort. Die 86 Milliarden sind ein wichtiges Vertrauensvotum, das nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Es zeigt, dass Deutschland trotz aller Diskussionen über Standortnachteile für internationales Kapital attraktiv bleibt. Die Frage ist nur, ob diese Zuversicht anhält.
- Optimismus in Düsseldorf
- Investitionen aus dem Ausland steigen
- USA reduziert Ausgaben in Deutschland
- Vereinigtes Königreich erhöht Investitionen
- Über 80 Prozent Kapital kommt aus Europa
- Jobs durch Auslandsinvestitionen gesichert
| Land | Investitionen (in Milliarden Euro) | Prozentuale Veränderung |
|---|---|---|
| USA | weniger als 43 | fast halbiert |
| Vereinigtes Königreich | 26 | 284% |
| Gesamtinvestitionen | 86 | +50% |