Am Samstagabend wurde die Frankfurter Zeil zum Schauplatz von Krawallen und Plünderungen. Nach Angaben der Polizei griffen gewaltbereite Gruppen Einsatzkräfte mit Flaschen und Steinen an. Augenzeugen sahen Menschen Turnschuhe aus Geschäften stehlen. Warum kippte eine zunächst friedliche Jugenddemo so schnell?
Tausende folgten einem Aufruf der Initiative Gen Z regelt. Sie protestierten für mehr Bildung und Gesundheit. Sie lehnten die Wehrpflicht ab. Bis zum Nachmittag blieb die Lage laut Polizei überwiegend ruhig. Dann stoppte die Polizei die Demo wegen wiederholter Angriffe.
Danach zogen vermummte Gruppen durch die Innenstadt. Sie schlugen Schaufenster ein und plünderten Läden. Die Polizei sprach von Molotowcocktails gegen Beamte. Zwei Waffen stellte die Polizei sicher.
Roman Poseck sagte: „Wir gehen von ungefähr 100 linksextremistisch motivierten Gewalttätern aus.” Der hessische Innenminister sprach von massiven Angriffen auf Beamte.
Als Reporterin kenne ich solche Abende auch aus Hamburg. Der Unterschied ist klar: Protest braucht Raum. Gewalt aber zerstört Vertrauen. In Frankfurt fragen viele Einzelhändler, ob Holz vor den Fenstern reicht.
Mehr dazu gibt es bei der Polizei Frankfurt. Beim hessischen Innenministerium laufen die Ermittlungen weiter. Für die Stadt geht es jetzt um zwei Fragen.
- Wer hat die Gewalt geplant?
- Kann die Zeil am nächsten Samstag wieder ruhig bleiben?
- Kann eine Stadt Protest und Sicherheit gleichzeitig aushalten?
- Wie reagieren die Einzelhändler auf die Vorfälle?
- Wird es weitere Proteste geben?
- Wie kann die Polizei besser geschützt werden?
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Wer hat die Gewalt geplant? | Ermittlungen laufen. |
| Kann die Zeil am nächsten Samstag wieder ruhig bleiben? | Ungewiss. |
| Kann eine Stadt Protest und Sicherheit gleichzeitig aushalten? | Frage bleibt offen. |