In Dresden versammelten sich heute viele Menschen, die einfach nicht mehr schweigen wollen. Am Theaterplatz startete die Demonstration der Initiative „Gen Z regelt“, und der Zuspruch war groß. Aus einigen hundert Teilnehmern wurden schnell mehrere Tausend. Nach Schätzungen unserer Kollegen von der dpa kamen rund 3.000 Menschen zusammen, jung und alt, aus der ganzen Region. Sie alle eint ein Gefühl: dass ihre Zukunft von der Politik ignoriert wird.
Ein Brief, der zu Beginn verlesen wurde, bringt diese Stimmung auf den Punkt. Dort heißt es: „Deutschlandweit geht eine Generation auf die Straße. Menschen, die frustriert sind, die ihre Zukunft in Gefahr sehen.“ Die Vorwürfe sind klar. Es geht um Sozialkürzungen, um fehlende Investitionen in Bildung und den Vorwurf einer wachsenden Militarisierung. Auf den Plakaten standen Sätze wie „Bildung statt Bomben“ oder auch deutlicher: „Ihr habt’s verkackt – Gen Z regelt das“.
Ich erinnere mich an ähnliche Stimmungen bei früheren Jugendprotesten, etwa in Stuttgart oder München. Der Tenor ist oft derselbe: ein tiefes Misstrauen, dass politische Entscheidungen fern vom Alltag der Menschen getroffen werden. Die Forderungen hier sind konkret:
- mehr Geld für Schulen
- für Suchthilfe
- Maßnahmen gegen die steigenden Lebenskosten
- gegen eine Wehrpflicht
- Investitionen in Bildung
- Sozialleistungen stärken
Ein Vertreter der Schulstreikbewegung rief bereits zum nächsten Streik am 20. November auf.
Die Dresdner Demo war Teil eines bundesweiten Aktionstags in über 30 Städten. In Sachsen gingen auch in Leipzig und Chemnitz Menschen auf die Straße. Die Polizei meldete einen friedlichen Verlauf. Das ist wichtig, aber es ändert nichts an der Kernfrage: Wie begegnet man einer Generation, die das Gefühl hat, übergangen zu werden?
| Stadt | Teilnehmerzahl | Forderungen |
|---|---|---|
| Dresden | 3.000 | Mehr Geld für Schulen |
| Leipzig | Unbekannt | Bildung investieren |
| Chemnitz | Unbekannt | Sozialleistungen stärken |
Die Antwort liegt nicht nur in Berlin oder Dresden, sondern vielleicht in den vielen Gesprächen, die nach solchen Tagen beginnen müssen. Hören wir denn wirklich zu?