Am Donnerstagabend spielten sich dramatische Szenen am ICE-Bahnhof in Siegburg ab. Eine maskierte Person verschanzte sich in einer Zugtoilette. Sie warf Böller mit Soft-Air-Kugeln in den Gang.
Der ICE war auf dem Weg nach Frankfurt. Nach einem Notruf hielt er außerplanmäßig in Siegburg. Daniela Maaßen von der Bundespolizei erklärte: „Die Böller explodierten, verletzt wurde aber niemand.» Rund 25 Beamtinnen und Beamten, teils schwer bewaffnet, rückten an. Sie stürmten den Zug an Gleis 6.
Die Lage eskalierte schnell. In solchen Momenten zeigt sich, wie verwundbar unser Alltag ist. Passagiere berichteten von Panik und Rauch im Waggon. Kunststoffsplitter flogen umher. Viele Menschen hatten Angst.
Die Polizei konnte den maskierten Mann überwältigen und festnehmen. In seinem Rucksack fand sich ein großes Messer. Er hatte geäußert, „mehrere Leute abstechen» zu wollen. Diese Aussage zeigt die Ernsthaftigkeit der Bedrohung.
Etwa 300 Passagiere wurden evakuiert. Sie versammelten sich im Parkhaus. Ein großes Aufgebot an Hilfskräften kümmerte sich um die Betroffenen. Der gesamte Zugverkehr am Bahnhof Siegburg wurde eingestellt. Auch S-Bahnen fuhren vorübergehend nicht.
Die Bundespolizei durchsuchte den geräumten Zug gründlich. Solche Einsätze gehören zum Alltag der Beamten, dennoch bleibt jeder Fall eine Herausforderung.
Für die Reisenden endete die Fahrt abrupt. Viele standen unter Schock. Der Vorfall wirft Fragen auf: Wie können wir uns in öffentlichen Verkehrsmitteln sicherer fühlen? Was treibt Menschen zu solchen Taten?
Die Ermittlungen laufen. Die Bundespolizei wird das Motiv des Täters klären müssen. Bis dahin bleibt Siegburg ein Ort, an dem sich an diesem Abend viele Menschen schutzlos fühlten.