Friedrich Merz ist und bleibt Deutschlands unbeliebtester Politiker. Das zeigt das neue Insa-Ranking für die Bild. Der Unionsfraktionschef liegt mit einer Wertung von 2,51 Punkten abgeschlagen auf dem letzten Platz, weit hinter der Vorletzten. Gleichzeitig baut die AfD in der Sonntagsfrage ihren Vorsprung vor der Union auf 8,5 Prozentpunkte aus – ein Rekordabstand in dieser Umfrage. Es sind Zahlen, die in Berlin für Unruhe sorgen.
An der Spitze der Beliebtheitsskala bleibt Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) unangefochten. Dahinter folgt Baden-Württembergs neuer Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne). Ein bemerkenswertes Kopf-an-Kopf-Rennen gibt es in der CSU: Alexander Dobrindt hat Parteichef Markus Söder überholt und ist nun der beliebteste Politiker der Schwesterpartei. Den größten Sprung nach vorn machte jedoch AfD-Chefin Alice Weidel. Sie verbesserte sich um drei Plätze und liegt jetzt auf Rang sieben. Diese Verschiebungen spiegeln eine Stimmung der Unzufriedenheit und des Protestes wider, sagt mir ein langjähriger Wahlforscher aus München. Das kann ich aus meiner Berichterstattung nur bestätigen. Die Frustration über die großen Koalitionen in Berlin und vielen Ländern sucht sich neue Kanäle.
Besonders alarmierend für die etablierten Parteien ist die Sonntagsfrage. Die AfD kommt auf 29 Prozent, die Union stagniert bei 20,5. Die FDP fällt mit 4,5 Prozent wieder unter die Fünf-Prozent-Hürde. Während die Spitzenkandidatin der Linken, Heidi Reichinnek, im Ranking relativ stabil bleibt, verliert ihr Parteikollege Tino Chrupalla leicht. Es zeichnet sich ein Bild großer Volatilität ab.
Was bedeutet das für die politische Landschaft 2025?
- anhaltender Vertrauensverlust in den Kanzler
- Höhenflug der AfD
- Unzufriedenheit mit Personen
- Unzufriedenheit mit dem gesamten politischen Betrieb
- Notwendigkeit echter Veränderungen
- Frage nach Mut zu einem echten Neuanfang
| Politiker | Partei | Beliebtheits-Ranking |
|---|---|---|
| Boris Pistorius | SPD | 1 |
| Cem Özdemir | Grüne | 2 |
| Alexander Dobrindt | CSU | 3 |
| Markus Söder | CSU | 4 |
| Alice Weidel | AfD | 7 |
| Heidi Reichinnek | Linke | stabil |
Das anhaltende Vertrauensverlust und der Höhenflug der AfD deuten auf ein schwieriges Superwahljahr hin. Die Menschen scheinen unzufrieden mit dem gesamten politischen Betrieb. Es braucht mehr als kosmetische Veränderungen, um dieses Vertrauen zurückzugewinnen. Die Frage ist: Wer hat den Mut zu einem echten Neuanfang?