Als ich heute früh aus dem Fenster schaue, denke ich kurz an Baden-Württemberg. Dort ist der Himmel oft so klar, dass man den Eindruck hat, der Sommer würde nie enden. Heute ist das anders. Der Dienstag bringt uns in Deutschland ein gespaltenes Wetterbild. Während der Nordosten noch einmal Sonne tanken kann, ziehen im Südwesten bereits die ersten Wolken auf. Für Millionen Menschen dort heißt es: Regenschirm bereithalten.
Laut dem Deutschen Wetterdienst sind bereits am Vormittag erste Schauer von Frankreich und der Schweiz her zu erwarten. Im Laufe des Tages breiten sich die Regenfälle bis in die Mitte und den Süden Deutschlands aus. „Besonders am Nachmittag und Abend müssen wir im Südwesten und Alpenvorland mit kräftigen Schauern und Gewittern rechnen“, erklärt Meteorologin Dr. Tanja Winter. „Lokal sind dabei Niederschlagsmengen von bis zu 20 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit möglich.“ Das sind Mengen, die schnell zu überfluteten Kellern oder Straßen führen können. Wer in München oder Stuttgart wohnt, kennt das vielleicht noch von vergangenen Sommern: Innerhalb weniger Minuten kann sich die Stadt in ein nasses Labyrinth verwandeln.
Was mich an meiner Zeit in München erinnert: Selbst wenn die Sonne noch scheint, kann die Luft schon schwül und drückend sein, ein untrügliches Zeichen für nahende Gewitter. Heute sind am Oberrhein sogar noch schwül-heiße 30 Grad möglich. Dr. Karsten Brandt von Donnerwetter.de warnt: „Diese feuchtwarme Luft ist der Nährboden für die Gewitter. Bei empfindlichen Menschen können solche Wetterwechsel auch Kopfschmerzen auslösen.“ Ganz anders sieht es dagegen im Nordosten aus. Ein Hochdruckkeil sorgt dort für freundliches und trockenes Spätsommerwetter. In Berlin oder an der Ostsee zeigt sich der Himmel oft blau, die Temperaturen sind mit 22 bis 25 Grad angenehm.
| Region | Zustand | Temperatur |
|---|---|---|
| Südwesten | Regen und Gewitter | 30 Grad |
| Nordosten | Freundlich und trocken | 22 – 25 Grad |
Die genaue Grenze zwischen Sonnenschein und Unwetter ist schwer vorherzusagen. Sie kann sich um 50 bis 100 Kilometer verschieben. Deshalb gilt: Wer in den betroffenen Regionen lebt, sollte die aktuellen Warnungen im Blick behalten. Mehr dazu beim Deutschen Wetterdienst. Schon wenige Kilometer können den Unterschied machen.
Für die Menschen im Südwesten bedeutet das:
- Vorsicht geboten
- Aktuelle Entwicklungen verfolgen
- Unterführungen meiden
- Tief liegende Straßen meiden
- Warnungen der Experten beachten
- Sich auf das Wetter vorbereiten
Im Nordosten können Sie den Tag dagegen wohl noch einmal im Freien genießen. Dieses zweigeteilte Wetter zeigt, wie unterschiedlich ein einziger Tag in unserem Land erlebt werden kann – und wie wichtig es ist, auf die Warnungen der Experten zu hören.