Mitten in der Nacht, kurz vor drei Uhr, fällt ein defektes Blinklicht einem Polizeiteam in der Dortmunder Nordstadt auf. Ein scheinbar kleiner Verstoß – der Beginn einer gefährlichen Flucht, an deren Ende drei festgenommene Jugendliche stehen. Die Beamten stoppen den Audi zunächst, doch dann geht alles ganz schnell: Der Fahrer gibt plötzlich Gas und rast davon. Über Martha-Gillessen-Straße und Feldherrnstraße jagt das Auto, mit deutlich zu hohem Tempo durch schlafende Wohnstraßen. Ein unglaubliches Risiko für alle.
Auf der Feldherrnstraße endet die Fahrt. Drei Jugendliche, 14, 14 und 15 Jahre alt, springen heraus und versuchen, zu Fuß zu entkommen. Vergeblich. Die Polizei nimmt das Trio nach kurzer Verfolgung fest. Die Ermittlungen ergeben: Die Jungen stammen aus Rumänien. Sie hatten keine Fahrerlaubnis. Der Audi wurde sichergestellt, die Erziehungsberechtigten informiert. Nun laufen Strafverfahren – nicht nur wegen des Fahrens ohne Führerschein, sondern vor allem wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs. Wer genau am Steuer saß, muss noch geklärt werden.
Was treibt Kinder in diesem Alter zu so einer actionsgeladenen, rücksichtslosen Flucht? Das ist die Frage, die mich als Reporterin in solchen Fällen immer umtreibt. Es geht hier um mehr als einen Paragraphen. Da sind Teenager, mitten in der Nacht, in einem fremden Land. Da steckt oft eine Mischung aus Angst, Übermut und falschem Gruppenzwang dahinter. Die schnelle Übergabe an die Eltern ist richtig. Aber was passiert danach? Solche Vorfälle sind ein Symptom. Sie zeigen Jugendliche, die offenbar wenig zu verlieren glauben – und die dringend Halt und Perspektive brauchen, weit über eine polizeiliche Maßnahme hinaus. Eine gefährliche Verfolgungsjagd ist kein Abenteuer. Sie ist ein Hilferuf, den wir ernst nehmen müssen.
- Defektes Blinklicht
- Gefährliche Flucht
- Falscher Gruppenzwang
- Mangel an Perspektiven
- Jugendliche ohne Fahrerlaubnis
- Hilferuf ernst nehmen
| Alter | Anzahl | Nationalität |
|---|---|---|
| 14 | 2 | Rumänisch |
| 15 | 1 | Rumänisch |