Die Taskforce der Bundesregierung weitet ihren Blick aus. Nach den Spritpreisen rücken jetzt Lebensmittel in den Fokus. Der Grund: der andauernde Konflikt im Iran und seine wirtschaftlichen Folgen für Deutschland. Esra Limbacher, stellvertretender SPD-Fraktionschef, kündigte gegenüber der Rheinischen Post an, dass sich die gemeinsame Arbeitsgruppe von Union und SPD kommende Woche mit möglichen Maßnahmen befassen wird.
Noch sind die Regale im Supermarkt nicht teurer geworden. Die Inflation liegt bei 1,9 Prozent – das klingt harmlos. Doch Wirtschaftsexperten warnen: Die nächste Welle rollt bereits an. Düngemittel verteuern sich. Transportkosten steigen. Und das wird sich bald an der Kasse bemerkbar machen.
„Inflation ist Gift für Menschen mit normalen Einkommen», sagt Limbacher. Er schlägt konkrete Schritte vor: ein Sofortprogramm für deutsche Düngerhersteller und Steuererleichterungen bei Nahrungsmitteln. Die Botschaft ist deutlich. Wer nicht handelt, lässt normale Familien die Rechnung zahlen.
Ich erinnere mich an ähnliche Debatten während der Energiekrise vor Jahren. Damals wie heute zeigt sich: Globale Krisen treffen die Kassenbons in Hamburg genauso wie in München. Die Taskforce, geleitet von Sepp Müller und Armand Zorn, wurde Anfang März eingerichtet. Bereits erste Ergebnisse liegen vor. Tankstellenbetreiber dürfen Preise nur noch einmal täglich erhöhen.
Bleibt die Frage: Reicht das aus? Die nächsten Wochen werden zeigen, ob aus Ankündigungen echte Entlastung wird. Oder ob am Ende doch die Bürgerinnen und Bürger die Zeche zahlen.