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NewsFact > Aktuelle Nachrichten > Frankfurts T-Wagen ohne Assistenzsystem: Sicherheitsbedenken und Einschränkungen
Aktuelle Nachrichten

Frankfurts T-Wagen ohne Assistenzsystem: Sicherheitsbedenken und Einschränkungen

Laura Brandt
Zuletzt aktualisiert: August 19, 2026 5:39 a.m.
Von
Laura Brandt
3 Min. Lesezeit
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Es ist ein seltsames Bild: Eine brandneue Straßenbahn, ausgestattet mit modernster Technik, rollt durch Frankfurt – und ein zentrales Sicherheitssystem muss ausgeschaltet bleiben. Seit Montag ist der T-Wagen, ein Modell des Herstellers Alstom, wieder im Einsatz. Doch der Neustart ist von einer internen Dienstanweisung der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) überschattet, die der Frankfurter Rundschau vorliegt. Demnach darf das Fahrerassistenzsystem „FAST“, entwickelt gemeinsam mit Bosch, nicht genutzt werden. Dieses System überwacht mit Kameras und Sensoren den Raum vor der Bahn, warnt vor plötzlich auftauchenden Radfahrern oder Fußgängern und soll Unfälle verhindern. „Gerade das FAST ist ein extrem sicherheitsrelevanter Bestandteil“, sagt ein Fahrer, der anonym bleiben möchte, und fügt kritisch hinzu: „Alles in allem wird das Fahrzeug weiter mit massiven Mängeln aufs Gleis gesetzt.“

Die fehlende Assistenz ist nur die Spitze des Eisbergs. Die interne Liste der Einschränkungen ist lang:

  • Keine Doppeltraktion, also kein Kuppeln zweier Züge für mehr Kapazität.
  • Ein Verbot, bestimmte Streckenabschnitte wie die vielbefahrene A-Linie oder die Fahrsignalanlage Rebstockbad zu nutzen.
  • Sogar das Abschleppen ist nur mit ganz bestimmten anderen Bahntypen erlaubt.
  • Das Klingelzeichen bei der Abfahrt kann ausfallen.
  • Im Ernstfall müsste das Personal dann anderthalb Minuten lang Sicherungen manipulieren.
  • Eine Ewigkeit im dichten Stadtverkehr.

Die VGF versucht, die Sorgen zu zerstreuen. Man habe hundert Jahre lang ohne solche Systeme gefahren, sagt Sprecher Bernd Conrads. Auf den aktuellen Linien seien Doppeltraktionen ohnehin nicht geplant und die Fernlichtautomatik spiele in der hell erleuchteten Innenstadt keine Rolle. Doch das klingt nach Beschwichtigung. Die Geschichte des T-Wagens ist eine von Verzögerungen und Pannen. Nach der Bestellung 2022 und ersten Auslieferungen 2024 gab es Probleme mit Türen, Software und Bedienung. Die Bahnen gingen zurück an den Hersteller. Nun kommt das überarbeitete erste Fahrzeug zurück – aber offenbar nicht fertig.

Was bleibt, ist ein mulmiges Gefühl. Ein Fahrzeug wird mit einer Reihe von Notlösungen in den Betrieb geschickt, während die vollständige Flotte von 58 Bahnen bis 9 geliefert werden soll. Die VGF betont, das FAST-System werde im Rahmen von Fahrschulungen getestet. Doch für die Fahrgäste und das Personal, die ab heute mitfahren, bleibt die zentrale Frage: Wann fährt hier endlich eine Bahn, auf die man sich nicht nur freuen, sondern auch uneingeschränkt verlassen kann? Technischer Fortschritt sieht anders aus.

Aspekte Details
Modell T-Wagen (Alstom)
Aktueller Status Wieder im Einsatz
Problematisches System Fahrerassistenzsystem „FAST“
Interne Einschränkungen Mehrere Punkte
Lieferstatus 58 Bahnen bis 9 geliefert
Sorge der Fahrgäste Verlässlichkeit der Bahn

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