Die neuen Schwarzlichtblitzer im Schwanenplatztunnel sorgen derzeit für viele überraschte Briefe im Stuttgarter Osten. Seit Juli gilt dort Tempo 40 wegen einer Baustelle, aber die unauffälligen Schilder – und die unsichtbaren Blitze – führen dazu, dass viele Pendler erst Wochen später von ihrem Tempoverstoß erfahren.
„Schwarzlichtblitzer werden eingesetzt, wenn ein greller Lichtblitz zu einer gefährlichen Schreckreaktion führen könnte“, erklärt Holger Bach vom ADAC Württemberg. Im Tunnel sei das sinnvoll, um plötzliches Abbremsen zu vermeiden. Doch der erzieherische Effekt geht dabei verloren: Wer nicht geblitzt sieht, kann sein Verhalten nicht sofort korrigieren. Der ADAC verzeichnet seit der Umstellung deutlich mehr Anfragen von Betroffenen, die oft mehrfach erwischt wurden, ohne es zu merken.
Die Stadt Stuttgart weist darauf hin, dass nach der Einführung am 3. Juli bewusst einige Tage gewartet wurde, bevor die Verfolgung begann. Ein Selbstversuch zeigt jedoch: In der Hektik des Berufsverkehrs, zwischen vielen Baustellenschildern, ist das Tempolimit leicht zu übersehen – besonders nachts. Meine Erfahrung aus anderen Städten zeigt: Solche Situationen führen oft zu Frust und dem Gefühl, unfair überrascht zu werden.
Generell muss man in Stuttgart momentan besonders aufpassen. Zahlreiche Baustellen und wechselnde Limits sorgen für komplexe Verkehrsführungen. Bach rät:
- Auf die Verkehrszeichen achten
- Regelmäßig die Geschwindigkeit überprüfen
- Besondere Aufmerksamkeit bei Baustellen
- Nachts besonders vorsichtig fahren
- Verhalten anpassen
- Frühzeitig abbremsen
Die Technik der Schwarzlichtblitzer wird wohl künftig auch außerhalb von Tunneln häufiger zum Einsatz kommen. Für Autofahrer heißt das: Augen auf, auch wenn es nicht hell aufblitzt.
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Einführung | 3. Juli |
| Geschwindigkeit | Tempo 40 |
| Problem | Unauffällige Schilder |
| Reaktionen | Überraschung bei Pendlern |
| Ziel | Vermeidung von plötzlichem Abbremsen |
| Zukünftige Nutzung | Außerhalb von Tunneln |