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NewsFact > Aktuelle Nachrichten > Hackerangriff in Berlin: Briefwahl und Wohngeld gefährdet – Was Bürger jetzt wissen müssen
Aktuelle Nachrichten

Hackerangriff in Berlin: Briefwahl und Wohngeld gefährdet – Was Bürger jetzt wissen müssen

Laura Brandt
Zuletzt aktualisiert: August 19, 2026 12:20 a.m.
Von
Laura Brandt
3 Min. Lesezeit
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Hier in Berlin spüren wir in diesen Tagen, was es bedeutet, wenn eine digitale Attacke die Verwaltung trifft. Seit dem Hackerangriff auf Teile des Berliner Senats sind viele wichtige Dienste außer Kraft. Das betrifft nicht nur abstrakte IT-Systeme, sondern konkret Menschen: Über 50.000 Haushalte, die auf ihr Wohngeld warten, können derzeit nicht bedient werden. Und wer Briefwahlunterlagen online beantragen wollte, steht vor einer virtuellen geschlossenen Tür.

„Es gibt Performanceprobleme“, heißt es nüchtern aus dem Senat. In der Praxis bedeutet das: Ganze Verwaltungen für Bauen, Wohnen und Verkehr sind arbeitsunfähig. Die Mailsysteme sind gekappt, Kommunikation läuft nur noch über Telefon und – man glaubt es kaum – Fax. Ein Sprecher bestätigte: Intern geht noch einiges, aber der Austausch mit anderen Ämtern muss mühsam neu organisiert werden. Das erinnert mich an Berichte aus früheren Krisen, wo plötzlich wieder Zettelwirtschaft herrschte. Die digitale Verwaltung zeigt hier ihre fragile Seite.

IT-Experte Manuel Atug bringt es im RBB auf den Punkt: Berlin sei in Sachen Cybersicherheit „sehr schlecht aufgestellt“. Seine Kritik wiegt schwer, denn Verbesserungsvorschläge von Fachleuten seien in der Vergangenheit nicht umgesetzt worden. Noch bemerkenswerter ist sein Vorwurf an die Krisenkommunikation: Normalerweise stelle man der Öffentlichkeit FAQs zur Verfügung, um Transparenz zu schaffen. Genau das fehle hier. Stattdessen herrscht aus „ermittlungstaktischen Gründen“ Schweigen. Dieses Vakuum fördert Verunsicherung.

Die Dimension ist gewaltig. Das Berliner Landesnetz ist das größte kommunale Netz Deutschlands, an das Behörden, Gerichte und die Polizei angeschlossen sind. Das eigens eingerichtete Sicherheitszentrum (SOC) erkannte im letzten Jahr rund zehn Millionen unautorisierte Zugriffsversuche. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft, das Bundeskriminalamt und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sind eingeschaltet. Das allein spricht Bände über die Schwere des Vorfalls.

Was bleibt, ist eine einfache, aber drängende Frage: Wie verletzlich sind wir geworden? Ein Angriff legt nicht nur Computer lahm, sondern gefährdet existenzielle Zahlungen und demokratische Prozesse wie die Briefwahl. Berlin muss nun nicht nur die Technik reparieren, sondern auch das verlorene Vertrauen zurückgewinnen. Der nächste Schritt muss absolute Transparenz sein – denn die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht zu erfahren, wie ihre Daten und ihre Grundversorgung geschützt werden.

  • Über 50.000 Haushalte betroffen
  • Wichtige Dienste außer Kraft
  • Kritik an Cybersicherheit
  • Fehlende Transparenz in der Krisenkommunikation
  • 10 Millionen unautorisierte Zugriffsversuche
  • Erforderlichkeit von Vertrauen und Transparenz
Aspekt Details
Betroffene Haushalte Über 50.000
Art der Attacke Hackerangriff auf Berliner Senat
Kommunikationsmittel Telefon und Fax
Cybersicherheitsstatus Sehr schlecht aufgestellt
Zugriffsversuche Rund 10 Millionen im letzten Jahr
Schritt zur Verbesserung Transparenz herstellen

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