In Köln herrscht dieser Tage ein ganz besonderer Sound: das Summen tausender begeisterter Gamer und das Klicken unzähliger Controller. Auf der Gamescom, der weltgrößten Spielemesse, mischt in diesem Jahr eine Handvoll Hamburger kräftig mit. Das vierköpfige Team von Pipapo Games präsentiert dort ihr erstes eigenes Spiel, „Map Map – A Game About Maps“. Ihr Traum wurde Wirklichkeit, und der Weg dahin erzählt viel über den Mut, einfach mal anzufangen.
„Eigentlich war es nur eine verrückte Idee nach dem Studium“, erzählt Clara Müller, die Project Managerin des Teams, während um sie herum die bunte Lichterflut der Messehalle pulsiert. „Wir wollten nicht ewig auf den perfekten Job warten, sondern selbst etwas erschaffen.“ Entstanden ist ein charmantes Puzzle-Abenteuer, bei dem Spieler verrückte Landkarten manipulieren müssen, um voranzukommen. Ein einfaches, aber geniales Konzept, das auf der Messe sofort Neugier weckt. Lukas Hort, der für das Game-Design verantwortlich ist, strahlt: „Die Reaktionen hier sind überwältigend. Zu sehen, wie Leute vor unserem Stand lachen und rätseln – das ist der Lohn für drei Jahre harter Arbeit.“
Diese drei Jahre waren geprägt von langen Nächten in einer kleinen Hamburger Bürogemeinschaft und der typischen Unsicherheit jedes Gründungsprojekts. „Manchmal zweifelt man natürlich“, gibt Art Director Laura Hantschel zu. „Aber dann hat einer von uns eine neue Idee für einen Charakter oder ein Level, und plötzlich brennt wieder das Feuer.“ Finanziert haben sie ihr Projekt zunächst aus eigener Tasche, später mit Hilfe eines kleinen staatlichen Förderprogramms für Kultur- und Kreativprojekte. Eine klassische Hamburger Lösung: pragmatisch, ein bisschen unter dem Radar, aber mit viel Herzblut.
- Ergebnis von drei Jahren harter Arbeit
- Entwicklung in einer Hamburger Bürogemeinschaft
- Finanzierung aus eigener Tasche und durch Förderprogramme
- Ein persönlicher und verspielter Trend in Spielen
- Überwältigende Reaktionen auf der Gamescom
- Erste Download-Zahlen vielversprechend
Die Gamescom zeigt: Der deutsche Spielemarkt wird bunter und eigenständiger. Es muss nicht immer der blockbuster aus den USA sein. „Map Map“ steht für einen Trend zu persönlicheren, oft verspielteren Spielen, die eine Handschrift tragen. Das sieht auch der game-Verband an, der die wachsende Bedeutung regionaler Entwicklerstudios betont. Für Pipapo Games geht der Traum jetzt weiter. Die ersten Download-Zahlen sind vielversprechend, und auf der Messe haben sie bereits Kontakte zu Publishern geknüpft. Vom gemütlichen Hamburger Büro auf die internationale Bühne – manchmal braucht es eben nur eine gute Karte und den Mut, die Route selbst zu zeichnen.
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Teamgröße | 4 Personen |
| Projektname | Map Map – A Game About Maps |
| Entwicklungsdauer | 3 Jahre |
| Finanzierung | Eigene Mittel und staatliche Förderprogramme |
| Veranstaltungsort | Gamescom |
| Zielgruppe | Gamers und Puzzle-Liebhaber |