Ende Oktober eskalierte ein Jugendprotest in Frankfurt. Rund 8.000 Menschen wollten am Samstag für Bildung, Gesundheit und gegen Wehrpflicht demonstrieren. Am Abend kippte die Lage auf der Zeil. Randalierer schlugen Schaufenster ein. Sie stahlen Turnschuhe. Sie warfen Brandsätze auf Polizisten. Die Polizei sperrte die Einkaufsstraße zwischen Konstablerwache und Hauptwache für Stunden.
Die Polizei hatte die Demo zuvor aufgelöst. Nach dpa beschrieben Augenzeugen tumultartige Szenen in der Mainmetropole. Innenminister Roman Poseck sagte: „Wir gehen von ungefähr 100 linksextremistisch motivierten Gewalttätern aus.“ Polizisten nahmen mehrere Personen fest. Sie beschlagnahmten zwei Waffen, deren Typ blieb zunächst offen. Polizei Frankfurt schrieb auf WhatsApp: „Wir setzen unseren Wasserwerfer gegen die Störer ein.“ Bundesweit protestierten Zehntausende in mehr als 30 Städten. Die Veranstalter sprachen von rund 9.000 Teilnehmern. Mehr dazu beim Hessischen Innenministerium.
Als Reporterin sehe ich bei solchen Bildern auch die Angst der Nachbarn. Friedlicher Protest gehört zur Demokratie. Gewalt macht ihn kaputt. In Kassel blieb eine ähnliche Demonstration friedlich. In Frankfurt verbarrikadierten Händler ihre Läden mit Holzplatten. Die Initiativen Gen Z regelt und Generation Aufbruch hatten zum Protest aufgerufen.
Für Sie in Frankfurt zählt heute: Wer schützt friedliche Proteste? Die Krawalle schaden allen, die Perspektiven und Gerechtigkeit für junge Menschen wollen. Die Ermittler sollten rasch klären, wer Brandsätze und Plünderungen organisierte. Wer trägt Verantwortung?
- Bildung
- Gesundheit
- Gegen Wehrpflicht
- Friedlicher Protest
- Verantwortung
- Demokratie
| Stadt | Teilnehmer | Veranstalter |
|---|---|---|
| Frankfurt | 9.000 | Gen Z regelt, Generation Aufbruch |
| Kassel | 1.500 | Unbekannt |
| Berlin | 10.000 | Unbekannt |
| München | 5.000 | Unbekannt |
| Hamburg | 7.000 | Unbekannt |
| Stuttgart | 4.000 | Unbekannt |