Ein riesiges Flugzeug, das knapp vor der Landebahn aufsetzt. Das klingt nach einem Albtraum. Am Münchner Flughafen ist das am 17. August fast Wirklichkeit geworden. Ein Lufthansa A380 mit 376 Menschen an Bord berührte den Boden 19 Meter bevor er die Piste erreichte. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BfU) nennt das jetzt eine „schwere Störung“. Was heißt das für Sie, wenn Sie das nächste Mal in ein Flugzeug steigen?
Die Bilder der Untersuchungsbehörde zeigen zerstörte Landebahnleuchten und tiefe Risse in sieben Reifen des Superjumbos. Niemand wurde verletzt. Aber der Vorfall wirft Fragen auf. Warum nur zwei Tage nach einem Flugzeug der Vietnam Airlines hier fast eine Katastrophe verursacht hätte? An diesem Nachmittag im August lag eine dichte Gewitterfront über München. Ein entscheidendes System, das Instrumentenlandesystem (ILS), war außer Betrieb. Die Piloten mussten auf eine satellitengestützte Methode umschalten. „Die Sicht verschlechterte sich erheblich“, berichtete die Crew später. Die Landebahnlichter waren kaum zu erkennen.
- Technische Störungen
- Schlechtes Wetter
- Unzureichende Sicht
- Ein Copilot in der Schulung
- Handlandung unter Druck
- Überarbeitete Sicherheitsvorgaben
Laut Flugdatenschreiber flog die Maschine dann einfach zu tief. Am Steuer saß der Copilot, der nach einer Pause wieder trainierte. Er schaltete den Autopiloten aus und landete per Hand. Ein riskantes Manöver unter schwierigen Bedingungen. Die Crew bemerkte den Schaden erst an der Parkposition. Ich erinnere mich an Gespräche mit Piloten, die mir immer wieder betonten, wie sehr sie auf ihre Systeme vertrauen. Wenn die wegfallen, bleibt immense Verantwortung bei den Menschen im Cockpit. Die Lufthansa hat nach dem Vorfall ihre Sicherheitsvorgaben für die A380-Flotte überarbeitet.
| Faktoren | Einfluss auf Sicherheit |
|---|---|
| Technik | Versagen der Systeme |
| Wetter | Miserabel |
| Menschliches Urteilsvermögen | Unter Druck |
| Instabilität | Gefährlich |
| Untersuchen | Behörde still am Werk |
| Sicherheit | Keine absolute Sicherheit |
Fakt ist: Die Technik hat versagt, das Wetter war miserabel, und menschliches Urteilsvermögen stand unter Druck. Solche Ketten von Umständen sind gefährlich. Sie zeigen, wie zerbrechlich die Sicherheit in der Luftfahrt sein kann, auch an einem großen Flughafen wie München. Die Behörde untersucht weiter. Für uns Passagiere bleibt eine unbequeme Wahrheit: Absolute Sicherheit gibt es nicht. Nur das ständige Lernen aus solchen Beinahe-Unfällen. Das ist der beste Schutz, den wir haben.