Eines der lebendigsten Kulturfeste Deutschlands findet wieder statt – in meiner alten Wahlheimat Frankfurt. Von Freitag bis Sonntag wird das Museumsufer zum größten Wohnzimmer der Stadt. Mehr als zwei Dutzend Häuser öffnen ihre Türen und das Programmheft listet über 500 Veranstaltungen auf. Die Frage ist nur: Wie schafft man es, in diesem Gewimmel den Überblick zu behalten?
Die Antwort liegt in der Frankfurter Seele selbst, die dieses Fest immer widerspiegelt. Es ist diese Mischung aus Weltoffenheit und lokaler Verwurzelung. Ein Symbol dafür ist die Batschkapp, die dieses Jahr ihren 50. Geburtstag auf einer eigenen Bühne feiert. Dieser Club hat Generationen geprägt von der Punk-Ära bis heute. „Wir freuen uns, dass die Batschkapp auf dem Museumsuferfest Geburtstag feiert“, sagt Thomas Feda von der Tourismus GmbH. Es ist mehr als nur eine Bühne; es ist ein Stück gelebter Stadtgeschichte.
Was mich immer wieder fasziniert, ist, wie das Fest alle Sinne anspricht. Zwischen den Bühnen mit internationalen Acts duftet es nach „Handkäs mit Musik“ und Apfelwein während am Ufer Kunsthandwerker aus aller Welt ihre Stände aufbauen. Neu ist in diesem Jahr das Gewinnspiel: Der Festival-Button, der für sieben Euro den Eintritt zu allen Museen ermöglicht, trägt eine Seriennummer. Der Hauptgewinn? Ein Wellness-Wochenende im Rheingau – eine charmante Idee, um die Besucher zu belohnen.
Der eigentliche Zauber aber entsteht in den Kontrasten. Man kann vom lauten Treiben am Mainufer direkt ins stille Refektorium des Karmeliterklosters schlüpfen, wo „Klang im Kloster“ intime Konzerte bietet. Oder man beobachtet das traditionsreiche Drachenbootrennen, ein Spektakel, das nach drei Jahrzehnten einfach dazugehört. Es ist dieses Nebeneinander von Tradition und Moderne von Heimatgefühl und globalem Flair, das Frankfurt ausmacht.
Am Ende wird der Sonntagabend mit einem Feuerwerk über dem Main gekrönt vertont mit Musik von Frankfurter Komponisten. Das Fest ist eine Erinnerung daran, dass Kultur kein elitäres Gut sein muss sondern ein gemeinsames Erlebnis. Es fordert uns auf, neugierig zu bleiben – ob in einem Museum vor einer Bühne oder einfach nur beim Blick auf den Fluss der diese Stadt seit jeher verbindet.
- Mehr als zwei Dutzend Häuser öffnen ihre Türen
- Über 500 Veranstaltungen im Programm
- Batschkapp feiert 50. Geburtstag
- Festival-Button für sieben Euro
- Hauptgewinn: Wellness-Wochenende im Rheingau
- Feuerwerk am Sonntagabend
| Tag | Programm |
|---|---|
| Freitag | Eröffnung des Fests mit musikalischen Acts |
| Samstag | Kunsthandwerksstände und kulinarische Highlights |
| Sonntag | Intime Konzerte und Feuerwerk |