In der Nacht zum Montag wurde ein 33-jähriger Taxifahrer in Hamburg-St. Pauli brutal überfallen. Drei unbekannte Männer sprühten ihm Reizgas ins Gesicht und raubten ihn aus. Die Polizei sucht dringend nach Zeugen.
Der Vorfall ereignete sich gegen halb vier Uhr morgens in der Lincolnstraße. Der Fahrer hatte die drei Männer von der Kieler Straße abgeholt. Eine ganz normale Fahrt, wie sie nachts auf St. Pauli oft vorkommt. Doch als er das Rückgeld auszahlen wollte, eskalierte die Situation.
Einer der Täter sprühte dem 33-Jährigen plötzlich Reizgas direkt ins Gesicht. Die anderen griffen zu und nahmen Bargeld aus seiner Geldbörse. Dann verschwanden alle drei in der Dunkelheit. Der Taxifahrer erlitt eine schmerzhafte Augenreizung.
Ich habe in meinen Jahren als Reporterin viele solcher Fälle begleitet. Was mich immer wieder erschüttert: Diese Angriffe treffen Menschen, die nachts arbeiten, um anderen einen sicheren Heimweg zu ermöglichen.
Die Polizei fahndete sofort mit mehreren Streifenwagen. Ohne Erfolg. Von einem der Täter gibt es eine Beschreibung: 20 bis 25 Jahre alt, etwa 170 bis 175 Zentimeter groß, dunkle längere Haare, dunkler Vollbart. Er trug einen dunklen Jogginganzug. Zu den beiden anderen fehlen bisher konkrete Hinweise.
Das Raubdezernat LKA 114 hat die Ermittlungen übernommen. Die Beamten bitten um Mithilfe aus der Bevölkerung. Wer etwas gesehen hat oder Hinweise geben kann, erreicht das Hinweistelefon der Polizei Hamburg unter 040 4286-56789. Mehr Informationen gibt es bei der Polizei Hamburg.
Taxifahrerinnen und Taxifahrer sind nachts besonders verletzlich. Sie arbeiten dann, wenn die meisten schlafen. Dieser Fall zeigt einmal mehr: Ihr Job ist nicht nur anstrengend, sondern auch gefährlich. Haben wir als Gesellschaft genug Respekt vor Menschen, die uns diesen Dienst leisten?