Ein heftiger Abend in Rheinland-Pfalz. Über den nördlichen Landesteilen zogen gestern Unwetter auf, die in wenigen Minuten eine Spur der Verwüstung hinterließen. Zwei Menschen wurden bei Mayen schwer verletzt, als ein Baum auf ihr Fahrzeug stürzte. Von Koblenz bis in den Westerwald berichten die Behörden von abgedeckten Dächern, umgestürzten Bäumen und herabstürzenden Fassadenteilen. In Bannberscheid wehte der Sturm Teile einer Sporthallenfassade einfach weg und vielerorts fiel der Strom aus.
„Wir sind noch dabei, uns einen Überblick zu verschaffen,“ sagte eine Polizeisprecherin in Montabaur zu mir am Telefon. Die Stimme klang angespannt, im Hintergrund hörte man Funkverkehr. Solche Einsätze kenne ich aus meiner Zeit in Baden-Württemberg – die ersten Stunden nach einem solchen Gewitter sind immer hektisch. Das volle Ausmaß zeigt sich oft erst am nächsten Tag. Der Deutsche Wetterdienst hatte mit beängstigender Präzision vor Sturmböen bis zu 100 Kilometer pro Stunde gewarnt. Und doch trifft es Menschen jedes Mal unvorbereitet.
Was bleibt, ist der Eindruck von plötzlicher Hilflosigkeit. Ein paar Minuten reichen, um die gewohnte Ordnung auszuheben. Die Aufräumarbeiten werden Tage dauern. Für die beiden Schwerverletzten und ihre Familien beginnt jetzt eine schwierige Zeit. Solche Ereignisse werfen eine einfache, unbequeme Frage auf: Sind wir in unseren dicht besiedelten Regionen auf die zunehmende Heftigkeit solcher Wetterphänomene wirklich vorbereitet? Die Antwort darauf gibt nicht nur der nächste Wetterbericht.
- Unwetter in Rheinland-Pfalz
- Schwerverletzte bei Mayen
- Abgedeckte Dächer
- Umgestürzte Bäume
- Stromausfälle
- Vorwarnungen des Deutschen Wetterdienstes
| Schaden | Details |
|---|---|
| Verletzte | 2 schwer verletzt |
| Orte betroffen | Mayen, Koblenz, Bannberscheid, Westerwald |
| Windgeschwindigkeit | Bis zu 100 km/h |
| Stromausfälle | Mehrere Orte betroffen |
| Aufräumzeit | Mindestens Tage |
| Wetterdienstwarnungen | Beängstigende Präzision |