Für Pendler und Reisende in Richtung Allgäu beginnt ab Mittwoch eine geduldsprobe. Wer zwischen München und Buchloe unterwegs ist, muss sich auf wochenlange Bauarbeiten und Ersatzverkehr mit Bussen einstellen. Die Deutsche Bahn baut an zwei neuen Brücken im Landkreis Landsberg – ein notwendiges, aber für viele spürbares Infrastrukturprojekt.
Betroffen sind die Linien RB 74 und RE 70. Die Züge fallen laut DB-Baustellenportal vom 26. August bis zum 5. September aus. Ein Schienenersatzverkehr soll die Lücke füllen. Die Bahn rät, sich vor Fahrtantritt online oder in der DB Navigator-App zu informieren. Solche Empfehlungen kennen wir in der Region leider gut. Seit Februar gibt es auf der Strecke bereits Langsamfahrstellen, ein Vorgeschmack auf die aktuellen Einschränkungen.
Der Verkehrsanbieter Arverio hatte die Planungen der Deutschen Bahn bereits kritisiert, besonders mit Blick auf das nahende Oktoberfest. „Die Koordination und Kommunikation solcher Großbaustellen muss aus Nutzersicht besser werden“, so ein Statement des Unternehmens. Das ist ein berechtigter Einwand. Aus meiner Berichterstattung in Baden-Württemberg weiß ich: Wenn Ersatzverkehre nicht nahtlos funktionieren, verlieren die Menschen das Vertrauen in die Bahn als verlässlichen Partner.
Die Arbeiten sind wichtig für eine stabile Strecke in der Zukunft. Doch sie werfen eine grundsätzliche Frage auf: Wie können wir notwendige Sanierungen so organisieren, dass der Alltag von Zehntausenden nicht über Wochen aus dem Takt gerät? Die Antwort darauf bleibt die größere Baustelle.
- Wochenlange Bauarbeiten
- Busse im Ersatzverkehr
- Neue Brücken im Landkreis Landsberg
- Betroffene Linien: RB 74 und RE 70
- Information über DB Navigator-App
- Kritik an der Planung der Deutschen Bahn
| Datum | Maßnahme | Betroffene Linien |
|---|---|---|
| 26. August – 5. September | Bauarbeiten | RB 74, RE 70 |
| Seit Februar | Langsamfahrstellen | RB 74, RE 70 |